Ferrari macht ernst: Die Italiener testen wortwörtlich seit dem Saisonfinale in China für die kommende Saison. Neben den beiden Testfahrern Luca Badoer und Marc Gené kam dabei auch Neuzugang Felipe Massa zum Einsatz. In dieser Woche gehen die Roten noch einen Schritt weiter: Ex-Weltmeister Michael Schumacher steigt noch in diesem Jahr für zwei Tage ins Cockpit seines Arbeitsgerätes. Eine Testrückkehr die der Ex-Champion in der Vergangenheit immer erst im neuen Jahr gab.

Aber nicht nur beim Personal geben die Italiener Vollgas: Auch das neue Auto soll bereits Mitte Januar vorgestellt und getestet werden. Bis dahin spulen die Roten ihre Runden mit einem F2005 samt V10-Aggregat sowie einem F2004M mit eingebautem V8-Triebwerk ab. Der Aufwand ist also wie von Ferrari gewohnt enorm.

"In der letzten Saison haben wir unsere Ziele nicht erreicht", gestand Technikdirektor Ross Brawn gegenüber Autosprint ein. "Wir haben in diesem Winter die Chassis-, Reifen- und Motorendaten so genau wie noch nie zuvor studiert, um zu verstehen wie wir unsere Situation verbessern können."

Zusammen mit Reifenpartner Bridgestone arbeitet man deshalb mit Volldampf an Neuerungen für den F2006 und dessen Pneus. "Wir haben 2005 gelernt, dass wir aggressiver zu Werke gehen müssen, um die Leistung des Autos zu verbessern."