Die Racing Bulls befinden sich derzeit in einem Negativ-Lauf. Bis vor wenigen Wochen sah es noch so aus als ob sich das kleine Red-Bull-Team langsam an Aston Martin heranpirschen könnte. Doch nachdem die jüngsten Updates nicht wie geplant wirkten, schien es in die Gegenrichtung zu gehen - mit einem beinahe schockierenden Formel-1-Wochenende in Spanien.
Seitdem versuchte die Mannschaft aus Faenza ihre Probleme mit Setup-Experimenten zu lösen. Beim F1-Qualifying in Spielberg scheint das erstmals Wirkung gezeigt zu haben. Denn nachdem das Sprint-Qualifying am Freitag und der Sprint noch danebengingen, kämpfen die RBs bei der echten Zeitenjagd plötzlich wieder um den Q3-Einzug mit.
Yuki Tsunoda nach Q2-Aus selbstkritisch: Mein Fehler!
Wenn man den Worten von Yuki Tsunoda Glauben schenkt, dann war der VCARB-01 auf dem Red Bull Ring sogar schnell genug, um aus eigener Kraft in das entscheidende Qualifying-Segment vorzudringen. Das Problem saß hinter dem Lenkrad. "Ich denke wir hatten die Pace für Q3, aber ich war nicht in der Lage es zusammenzubringen. Meine Schuld", ging der Japaner mit sich selbst hart ins Gericht.
Positiv stellte er allerdings fest, dass die Entwicklungsrichtung an diesem Wochenende steil nach oben ging: "Ich denke mein Auto war gut. Wir haben definitiv das beste aus den vorherigen Sessions mitgenommen. Das Team hat dahingehend einen guten Job gemacht." Mit seiner schnellsten Runde in Q2 reichte es bei Tsunoda nur für Startplatz 14.
Damit handelte er sich eine im Moment doch relativ seltene Niederlage im Qualifying-Duell gegen Daniel Ricciardo ein. Denn der Australier schaffte es auf P11 und scheiterte nur um 0,015 Sekunden am Einzug in Q3. Im Gegensatz zu Tsunoda war er der Ansicht, das volle Potenzial seines Formel-1-Autos ausgeschöpft zu haben.
"Meine Runde war ziemlich gut. Ich konnte auf jeder Runde um eine Zehntel oder eine halbe Zehntel steigern. Deshalb habe ich das Gefühl, dass wir zu einem Punkt kamen, an dem nicht mehr viel herauszuholen war", erklärte er die Entwicklung seines Qualifying-Samstags. Frustrierend sei das knappe Aus dennoch, aber eine "positive Art der Frustration".
"Denn, dass wir enttäuscht darüber sind, es um eine Winzigkeit nicht in Q3 geschafft zu haben, zeigt, was wir für einen Fortschritt seit gestern gemacht haben", erklärte Ricciardo. Für das Rennen gibt es also Hoffnungen im Racing-Bull-Lager, dass Punkte möglich sind. Aber verlässliche Daten darüber, wie die Rennpace werden wird, sind aufgrund des Sprint-Wochenendes keine vorhanden. Es wird sich also erst während dem Formel-1-Rennen beim Österreich-GP zeigen, was in dem Racing Bull steckt.



diese Formel 1 Nachricht