Die Formel 1 2024 wurde seit Wochen von einem Duell bestimmt: Max Verstappen gegen Lando Norris. McLaren heizte dem F1-Weltmeister mit Ausnahme von Monaco in allen Rennen seit dem Miami-GP ein und Norris zeigte häufig sogar die stärkere Pace als sein niederländischer Widersacher. Auch beim Sprint in Österreich duellierten sich die beiden um den Sieg. Umso überraschender ist es, mit welcher Leichtigkeit Verstappen im Qualifying wenige Stunden später Norris und dem Rest des Feldes enteilen konnte.
0,404 Sekunden brannte der dreifache Champion Norris in Q3 auf. In der modernen Formel 1 ein beinahe unglaublicher Vorsprung, vor allem auf der rundenzeitmäßig kürzesten Strecke des Jahres. Norris gab sich deshalb nach der Qualifikation nachdenklich und trug seine Sieg-Hoffnungen für den Grand Prix am Sonntag zu Grabe.
Lando Norris: Verstappen-Dominanz wird sich ins Rennen übertragen
"Mit diesem Pace-Vorteil, den Max heute hatte, wird sich das wahrscheinlich morgen ins Rennen übertragen", überlegte Norris. Seine Theorie ist, dass Red Bull bei der Parc-Ferme-Öffnung nach dem Qualifying noch mehr Entwicklungspotenziale hatte, welche die Mannschaft aus Milton Keynes ausschöpfen konnte.
Im Gegensatz zu McLaren, wo man sich beim Sprint-Setup schon deutlich näher am Limit sah. "Wir haben nur noch ein paar Kleinigkeiten geändert. Aber ich denke, dass wir immer einen sehr guten Job damit machen, das Auto von Beginn an in ein gutes Fenster zu bekommen", sagte Norris und fasste zusammen: "Andere haben mehr verbessert als wir, aber wir haben die Dinge an diesem Wochenende früher optimiert."
Von einer perfekten Runde im Qualifying wollte Norris nicht sprechen, auch wenn er seine Runde als "ziemlich gut" betitelte. "Es war heute mit den Wind-Bedingungen ein bisschen kniffliger als gestern. Relativ gesehen liegen wir viel näher hinten bei Mercedes und den Ferraris als bei Max", stellte Norris fest.
"Gestern bin ich wahrscheinlich eine bessere Runde gefahren und habe dadurch etwas rausgeholt. Heute haben mir mindestens ein bis zwei Zehntel von einer sehr guten Runde gefehlt", erklärte Norris. Angesichts des großen Rückstands zu Verstappen heißt das im Klartext: Auch mit einer optimalen Runde war die Pole wohl nicht möglich.



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