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Formel 1

Formel 1 Sotschi: Strafe für Bottas - Mercedes wechselt Motor

Mercedes spielt vor dem Start in Sotschi einen taktischen Motoren-Schachzug und wechselt bei Valtteri Bottas. Startplatz 17 vor Max Verstappen.
von Markus Steinrisser

Motorsport-Magazin.com - Vor dem Start in Sotschi gibt es aus dem Mercedes-Lager eine etwas überraschende Nachricht: Das Team hat vor dem Russland-GP den Motor von Valtteri Bottas gewechselt. Der eigentlich siebtplatzierte Bottas fällt dadurch in der Startaufstellung auf Platz 17 zurück. Kritisch: Damit steht er drei Plätze vor Max Verstappen.

Mercedes-Teamchef Toto Wolff hatte am Samstagabend schon kryptisch strategische Entscheidungen in den nächsten Stunden angekündigt, und einen Motorwechsel bei Bottas impliziert. Obwohl dieser erst beim letzten Rennen in Monza eine neue Power Unit bekommen hatte.

Für Bottas ist es damit schon die fünfte Power Unit. Ein rein strategischer Wechsel. Zum einen hat Bottas so mehr Motoren für die letzten Rennen - zum anderen aber wird er heute vom Start weg dem Red Bull von Max Verstappen im Weg stehen. Verstappen, der von Startplatz 20 losfahren wird, hatte ebenfalls den Motor gewechselt.

Verstappens Titelkontrahent Lewis Hamilton findet sich nun allein an der Spitze des Feldes wieder, mit Platz vier ist er der bei weitem bestplatzierte Top-Fahrer. Mit Bottas auf 17, Sergio Perez auf 8 und Verstappen auf 20 sowie einem guten Windschatten hin zu Kurve 2 hat er gute Chancen, sich die WM-Führung zurückzuholen.

Für Bottas hingegen sind die Chancen bei einem erwarteten Trockenrennen deutlich schlechter. Nach dem Qualifying hatte er sich noch Hoffnungen auf ein gutes Ergebnis gemacht: "Ich glaube wirklich, dass wir noch immer um den Sieg kämpfen können, basierend auf den Longruns." Mercedes hat in Sotschi einen deutlichen Pace-Vorteil und guten Topspeed, aber von P17 und mit Verstappen im Nacken wird es nicht einfach werden.

Eine Motorstrafe für Lewis Hamilton gibt es hingegen nicht. Die war am Samstag erneut durchs Fahrerlager gegeistert, da Hamilton mit seinen Motorkomponenten sich bereits am Limit bewegt. Aber der vierte Startplatz dürfte Mercedes zu viele Chancen bieten, als dass man den Wechsel hier vollziehen würde.


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