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Formel 1

Formel 1 heute vor 40 Jahren: Mechaniker-Drama in Belgien

Der Belgien-GP von 1981 hinterließ in der Formel 1 heute vor 40 Jahren nach zwei schweren Unfällen und einem Mechaniker-Protest einen schalen Beigeschmack.
von Florian Niedermair

Motorsport-Magazin.com - Der Große Preis von Belgien 1982 hat traurige Berühmtheit erlangt, und überschattet aufgrund des Ablebens von Gilles Villeneuve die gesamte Formel-1-Geschichte der belgischen Traditionsstrecke. Was allerdings ein Jahr vorher in Zolder geschehen ist, ist heute weitgehend in Vergessenheit geraten. Ein tragisches Wochenende, an dessen Ausgang die Rennleitung mit schuldig ist.

Das Drama in Zolder nahm bereits beim Training am Freitag seinen Lauf. Ein Mechaniker des Osella-Teams stolperte über die Boxenmauer und direkt vor den Wagen von Williams-Pilot Carlos Reutemann. Der Argentinier konnte nicht mehr ausweichen und erwischte ihn.

Heute vor 40 Jahren: F1-Mechaniker starten Protest

Der Mechaniker erlitt bei dem Vorfall eine Schädelfraktur und noch während er im Krankenhaus um sein Leben kämpfte gingen die Wogen im Formel-1-Paddock hoch. Vor dem Rennstart protestierten zahlreiche Mechaniker gegen die schlechten Sicherheitsvorkehrungen, unter denen sie arbeiten mussten. Alain Prost, Gilles Villeneuve, Jody Scheckter, Didier Pironi und Jaques Laffite schlossen sich dem Protest an und verließen ihre Fahrzeuge.

Die Rennleitung sah darin keinen Grund, den Rennstart zu verschieben und winkte die Aufwärmrunde an und das obwohl mehrere Fahrzeuge fahrerlos auf ihren Startpositionen standen und erst später wegkamen. In der Aufwärmrunde unterlief dann auch Nelson Piquet ein Fehler und er nahm die falsche Startposition ein. Obwohl viele Fahrer eine weitere Aufwärmrunde erwarteten entschloss sich die Rennleitung dazu nur Piquet noch einmal um den Kurs fahren zu lassen, damit dieser seinen Platz einnehmen konnte.

Beinahe-Desaster beim Start in Belgien

Um ihren Motor nicht zu überhitzen drehten einige Fahrer ihren Motor ab. So auch Riccardo Patrese, der allerdings seinen Wagen nicht wieder zum Laufen bekam. Ein Mechaniker des Arrows-Teams stürmte anschließend auf die Startaufstellung, um den Wagen wieder in Gang zu setzen. Trotzdem startete die Rennleitung den Grand Prix und während sich der Mechaniker am Heck des Arrows zu schaffen machte, schoss das Feld an ihm vorbei. Alle außer Patreses Teamkollege Siegfried Stohr. Stohr krachte in das Heck seines Teamkollegen und traf den Boxenangestellten.

Der Arrows-Mechaniker hatte Glück im Unglück und überstand den Unfall mit einem gebrochenen Bein. Nicht so gut erging es allerdings dem Osella-Mechaniker, der am Freitag unter den Boliden von Reutemann gekommen war. Er verstarb am Montag an seinen Verletzungen.

Das Rennen wurde trotzdem fortgesetzt, obwohl ein verletzter Mechaniker auf der Start-Ziel-Geraden lag und von den Streckenposten geborgen werden musste. Den Sieg bei dem Grand Prix, der nach 54 Runden aufgrund starker Regenfälle abgebrochen wurde, sicherte sich Carlos Reutemann vor Jaques Laffite und einem jungen Nigel Mansell, der erstmals ein Podium besteigen durfte.

Was sonst noch geschah:

Heute vor 34 Jahren: Alain Prost gewinnt den Belgien-GP von 1987 in Spa, nachdem sich zwei seiner Hauptgegner, Ayrton Senna und Nigel Mansell, schon beim Start aus dem Rennen crashten. Ein stinksaurer Mansell wurde daraufhin in der Senna-Box handgreiflich, drückte Senna gegen die Wand.

Heute vor 29 Jahren: Nigel Mansell gewinnt in Imola Rennen fünf von fünf der Saison 1992. Auf dem Podium stehen aber nur er und Teamkollege Riccardo Patrese. Ayrton Senna, der Dritte, stellte gleich nach Überqueren der Ziellinie ab und war zu erschöpft, um an der Zeremonie teilzunehmen.