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Formel 1

Formel 1, Verstappen gefrustet: Lockeres Spielberg-Podium weg

Max Verstappens Österreich-GP startete perfekt, dann Defekt, Ausfall, Frust. Wie das Red-Bull-Rennen in Spielberg sich selbst zerstörte.
von Markus Steinrisser

Motorsport-Magazin.com - Trotz der dominanten Mercedes-Vorstellung im Qualifying zum Österreich-GP der Formel 1 hatten Max Verstappen und Red Bull die Hoffnung für das Rennen noch nicht aufgeben wollen. Ein Start auf Medium-Reifen sollte gegen die soft-bereiften Gegner helfen, und ein erfolgreicher Protest gegen Lewis Hamilton kurz vor dem Start schenkte Verstappen auch noch den zweiten Startplatz neben Valtteri Bottas.

Im Rennen waren die Hoffnungen aber schon nach zehn Runden dahin. Aus der ersten Kurve heraus machte der Honda-Motor im Heck des Red Bulls üble Geräusche. "Kein Vortrieb, die Räder haben blockiert, keine Ahnung was da passiert ist", ärgert sich Verstappen nach dem Rennen. Ihm blieb nur mehr die langsame Fahrt in die Box, ein erfolgloser Lenkrad-Tausch, und dann der Weg in die Garage.

Bis jetzt hat Red Bull noch keine Antworten. Das Problem sei völlig neu gewesen. "Es war was mit der Elektronik, Details wissen wir noch nicht", erklärt Red Bulls Motorsport-Berater Dr. Helmut Marko dem ORF. "Vom Speed her hat es super gepasst, wir sind mit den Mediums eigentlich besser zurecht gekommen als gedacht."

Verstappen ärgert sich über verpasstes Podium

Einen verpassten Sieg sieht Verstappen rückblickend allerdings nicht: "Ich hatte einen guten Start, anders als im Vorjahr, aber sah schon relativ früh, dass Valtteri schnell war, also würde der Kampf um den Sieg immer eine große Herausforderung sein."

"Ich glaube, es wäre ein lockeres Podium geworden", folgert Verstappen. "Und Platz drei wäre ein brauchbarer Start in die Saison gewesen, aber was kann ich machen? Das ist Racing, es ist, was es ist, wir können das Ergebnis nicht ändern."

"Das ist Racing" lautet auch das Fazit von Helmut Marko. Doppelt schmerzhaft für Red Bull: Alex Albon kollidierte mit Lewis Hamilton im Kampf um Platz zwei, und rollte später aus. "Jetzt heißts fünf Tage hart arbeiten, dass das nicht mehr vorkommt", so Marko, der aus der Sonntags-Leistung zumindest wieder Hoffnung schöpft. "Man hat gesehen, im Rennen schaut es doch wieder anders aus. Aber es schmerzt."


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