Formel 1

Formel 1 Brasilien 2. Training: Vettel mit Bestzeit vor Leclerc

Ferrari schlägt zurück. Sebastian Vettel und Charles Leclerc im 2. Training in Sao Paulo an der Spitze. Max Verstappen und Mercedes halten Anschluss.
von Florian Becker

Motorsport-Magazin.com - Ferrari-Bestzeit im 2. Freien Training der Formel 1 in Brasilien. Nach einem verregneten FP1 fuhr Sebastian Vettel am Nachmittag für die Scuderia die schnellste Zeit. Teamkollege Charles Leclerc landete hauchdünn dahinter. Dritter wurde Max Verstappen, gefolgt vom Mercedes-Duo Valtteri Bottas und Lewis Hamilton. Robert Kubica sorgte zu Beginn der Session mit einem Unfall für Rot.

Das Ergebnis: Mit einer Rundenzeit von 1:09.217 Minuten fuhr Vettel auf dem Soft-Reifen die schnellste Zeit des Freitags. Nachdem er auf seiner ersten schnellen Runde von Bottas blockiert wurde, fuhr er seine Bestzeit auf dem weichen Reifen erst im zweiten Anlauf. Leclerc verlor lediglich zwei Hundertstel.

Alle Piloten der Top-Teams fuhren ihre schnellste Runde auf Soft. Verstappen büßte als Dritter rund anderthalb Zehntel ein. Bottas lag nur wenige Hundertstel hinter dem Red-Bull-Pilot. Hamilton verlor schlussendlich über zwei Zehntel auf die Bestzeit, nachdem auch er auf seiner ersten schnellen Runde von Bottas aufgehalten wurde.

Best of the Rest wurde Haas-Pilot Kevin Magnussen. Der Däne führte ein erneut enges Mittelfeld mit neun Zehnteln Rückstand auf Vettels Zeit an. Die Top-10 komplettierten Ricciardo, Räikkönen, Albon und Sainz.

Die Zwischenfälle: Trotz trockener Asphaltoberfläche begann das 2. Freie Training gleich mit einem Knall. Williams-Pilot Robert Kubica flog nach nur sechs Minuten ab und sorgte für die erste rote Flagge. Der Pole hatte beim Herausbeschleunigen aus Kurve zwei die Traktion verloren und war nach einem Gegenpendler hart in die Streckenbegrenzung außen in Kurve drei eingeschlagen. Nach einer rund fünfminütigen Pause ging die Session weiter.

Im weiteren Verlauf des Trainings hüteten sich die Piloten zwar vor größeren Unfällen, dennoch ging es auf dem Autodromo Jose Carlos Pace teilweise recht wild zu. Gasly hatte in Kurve zwei ebenfalls einen heiklen Moment, als er am Scheitelpunkt das Heck verlor und von der asphaltierten Auslaufzone vor einem Crash bewahrt wurde.

Das Senna-S erwies sich danach für die Toro-Rosso-Piloten noch mehrmals als tricky. Kvyat leistet sich in Kurve eins einen Dreher, der ohne Folgen blieb. Gasly verbremste sich und stand danach dem heranstürmenden Hamilton im Weg, der ebenfalls den Bremspunkt verpasst hatte und in die Wiese ausweichen musste, um eine Kollision zu verhindern.

Der Verkehr auf dem nur 4,309 km langen Kurs von Interlagos sorgte im FP2 für einige enge Situationen. So stand Bottas vor respektive nach der letzten Kurve auf seiner Out-Lap gleich Hamilton und Vettel im Weg. Der Finne entkam für diese Unachtsamkeit jedoch einer Bestrafung durch die Rennleitung.

Ebenfalls mit zwei blauen Augen kam Ferrari davon, als die Crew sich bei Leclerc einen Unsafe Release leistete und ihren Piloten in den herannahenden Bottas schickte. Die Stewards schauten sich die Szene zwar an, sprachen aber keine Strafe aus.

Defekte: Von technischen Problemen blieben die meisten Teams am Nachmittag in Sau Paulo weitestgehend verschont. Verstappen stand zu Beginn eine Weile mit demontierter Nase vor seiner Box, während die Crew an der Front arbeitete und offenbar Probleme hatte, die Frontpartie wieder anzubringen. Das Problem konnte jedoch schnell gelöst werden.

Richtig schlecht lief es für Toro Rosso. Rund 20 Minuten vor dem Ende der Session rollte Gasly mit einem Motorschaden aus. Er musste seinen STR14 am Ausgang von Turn 3 abstellen. Eine Viertelstunde später erwischte es seinen Teamkollegen. Kvyats Motor versagte mitten in der letzten Kurve, woraufhin die Hinterachse blockierte und er in die Wiese rutschte. Die daraus resultierende rote Flagge beendete das FP2 vorzeitig.

Das Wetter: Nachdem das FP1 durch den Regen gestört wurde, ließ die zweite 90-minütige Trainingssession am Freitag regen Fahrbetrieb zu. Nach rund einer halben Stunde nieselte es lediglich leicht, woraufhin hin die Strecke für 15 Minuten nicht befahren wurde. Die Lufttemperatur lag bei 18 Grad Celsius, der Asphalt wurde ohne Sonneneinstrahlung auf 24 Grad aufgeheizt.


Weitere Inhalte:
Wir suchen Mitarbeiter
Mitarbeiter Motorsport Designer Journalismus Programmierer Video

a