Formel 1

McLaren-Sportdirektor de Ferran: Zufrieden mit Renault

McLaren-Sportdirektor Gil de Ferran zieht ein positives Fazit der Testfahrten in Barcelona. Das Formel-1-Team aus Woking befinde sich auf einem guten Weg.
von Philipp Moser

Motorsport-Magazin.com - McLaren-Sportdirektor Gil de Ferran ist mit den Fortschritten von McLaren zufrieden. Das Team mache gute Fortschritte und auch Renault soll sich in Sachen Leistung und Zuverlässigkeit verbessert haben.

Besonders wichtig war de Ferran, die beiden neuen Fahrer Carlos Sainz und Rookie Lando Norris ins Team einzubinden: "Ein Hauptaugenmerk war es, die beiden Fahrer gut ins Team zu integrieren und sie so gut wie möglich auf Melbourne vorzubereiten. Ich denke, wir kriegen nicht 10 von 10 Punkten, aber wir haben ein wirklich gutes Ergebnis erzielt."

Über die Rangordnung konnte der McLaren-Sportdirektor keine genauen Auskünfte geben: "Es ist fast unmöglich zu sagen, wo wir im Vergleich zu den anderen Teams stehen. Jeder testet unterschiedliche Dinge, unterschiedliche Reifen, unterschiedliche Spritmengen, unterschiedliche Mappings", so de Ferran. "Wir haben einen guten Job gemacht. Ob er gut genug ist? Das müssen wir abwarten. Ich denke, nach der Qualifikation in Melbourne wissen wir mehr."

de Ferran: Renault verbessert sich stetig

Auch seinem Motorenlieferanten Renault stellt de Ferran ein gutes Zeugnis aus. McLaren geht 2019 in die zweite Saison mit den Franzosen. "Die Zusammenarbeit mit Renault verläuft bereits jetzt viel besser als im letzten Jahr, weil die Leute sich besser kennen. Wir sind glücklich mit Renaults Fortschritten", erklärt de Ferran. "Wo sie im Vergleich zu den anderen Herstellern stehen, kann ich vor Melbourne noch nicht sagen."

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Am Mittwoch verlor McLaren am Nachmittag viel Zeit durch ein Problem am Auspuff. So ganz scheinen die Probleme also noch nicht gelöst zu sein. De Ferran ist sich jedoch sicher, dass es sich dabei um ein einmaliges Problem gehandelt hat: "Wir hatten ein paar Probleme, aber wir verstehen, warum sie aufgetreten sind und versuchen, sie zu überwinden."

Insgesamt ist er aber zufrieden mit der Standfestigkeit: "Renault hat einen guten Job gemacht und sie verbessern sich von Tag zu Tag."

McLaren: Neues Personal soll das Team nach vorne bringen

Gil de Ferran ist seit etwa einem halben Jahr bei McLaren als Sportdirektor tätig. Zuletzt stieß Designer James Key von Toro Rosso neu dazu, im Mai tritt Andreas Seidel seinen Job in Woking an. "Ich finde es gut, dass Andreas kommt. Er ist sehr erfahren und fähig", erklärt de Ferran auf Nachfrage von Motorsport-Magazin.com.

Seine eigene Position würde durch Seidels Einstieg aber nicht berührt. "Ich werden weiter den Job erledigen, den ich von Anfang an machen sollte. Ich werde zusammen mit Zak [Brown Anm. d. Red.] das McLaren-Team aus der sportlichen Perspektive überwachen."

Um das Team aus den Tiefen des Mittelfelds zu befreien, soll nicht nur in den Spitzenpositionen neues Personal her. "Wir haben bereits im Sommer letzten Jahres einige neue Leute eingestellt und wollen in den nächsten Monaten noch mehr neues Personal ins Team holen", so de Ferran.

Indy500-Programm mit Alonso wird in Woking vorbereitet

Im Laufe der Woche stattete Fernando Alonso dem McLaren-Team in Barcelona einen Besuch ab. Er ist nun wie auch Mika Häkkinen als McLaren-Botschafter tätig. 2019 unternimmt Alonso mit McLaren einen zweiten Versuch, die prestigeträchtigen 500 Meilen von Indianapolis zu gewinnen.

Alonso sorgte schon beim Debüt in Indianapolis für Aufsehen. - Foto: IndyCar

Der Indycar-Bolide wird dabei im McLaren Technology Center auf den Einsatz in den Vereinigten Staaten vorbereitet. "Wir haben ein Indycar in Woking stehen", bestätigt de Ferran. "Das ist ein sehr wichtiges Projekt für uns, auf das wir uns bestmöglich vorbereiten wollen, damit wir ein sehr gutes Ergebnis holen." Mit einem Sieg beim Indy500 würde sich Fernando Alonso die Triple Crown sichern. Siege beim Formel-1-Grand-Prix in Monaco, bei den 24 Stunden von Le Mans und beim Indy500 konnte in der Motorsport-Geschichte nur Graham Hill einfahren.


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