Da Minardi das Jordan Team als einzigen und ärgsten Gegner ansieht und ansehen muss, befinden sich die Italiener trotz ihrer Zweitbasis in Ledbury an diesem Wochenende auf 'feindlichem' Gebiet. Denn die Jordan-Fabrik ist nur wenige hundert Meter von der Rennstrecke in Silverstone entfernt.

Vergleichsweise 'viel' Testkilometer haben die Gelben hier abgespult. Im Qualifying wirkte sich dies so aus, dass Narain Karthikeyan klar vor den beiden Minardi-Piloten über die Linie fuhr. Tiago Monteiro entschied sich aufgrund seines Motorwechsels hingegen erst gar nicht anzutreten.

"Trotz eines realtiv problemlosen freien Trainings konnten wir daraus im Qualifying kein Kapital schlagen", lautete demnach das enttäuschte Fazit von Teamboss Paul Stoddart. "Dennoch haben beide Autos eine gesunde Spritladung für ein interessantes Rennen an Bord."

"Es war schwierig die Reifen aufzuheizen, aber ich bin mit meinem Qualifying zufrieden", zeigte sich Christijan Albers mit seinem Teaminternen Sieg glücklich. "Das Rennen wird morgen mit Sicherheit sehr hart."

Sein österreichischer Teamkollege Patrick Friesacher, um den sich zuletzt einige Austauschspekulationen wegen angeblich fehlender Sponsorenzahlungen rankten, war von seinem Qualifyingresultat "ein bisschen enttäuscht".

"Das Morgentraining war gut, da wir uns Runde für Runde verbessern konnten. Leider hatte ich im Qualifying ein Bremsproblem und die Balance war ebenfalls nicht gut. Letztlich kämpfte ich mit dem Auto, was sich in meiner Zeit niederschlug."