Formel 1

Formel 1 Ungarn: Sauber hinten, Dreher-Ericsson ruiniert Tag

Alfa Romeo Sauber heißt die große Enttäuschung im F1-Mittelfeld in Ungarn. Im Training läuft gar nichts. Aufmerksamkeit durch Dreher statt Pace.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Wenn dein Freitagstester am Ende des Tages der mit Abstand glücklichste Fahrer ist, dann kann im Training nicht viel gut gegangen sein. Genau dieser Fall trat beim Sauber F1 Team am Freitag in Ungarn ein. Im ersten Training hatte Antonio Giovinazzi abermals den C37 pilotieren dürfen. Anders als in Hockenheim musste dieses Mal Charles Leclerc das Cockpit räumen, nicht Marcus Ericsson.

Doch wäre es andersherum vielleicht besser gewesen. Denn nicht nur Antonio Giovinazzi zeigte einen spektakulären Dreher, entging aber einem Einschlag, auch der Schwede drehte sich. Und das nicht nur einmal. Ericsson wurde zum großen Pirouetten-König auf dem Hungaroring. "Der Tag ist nicht ideal verlaufen. FP1 war etwas unruhig. Ich hatte ein paar Dreher, und habe dabei meine Reifen beschädigt", geht der Schwede mit sich selbst ins Gericht.

Ericsson: Durch meine Dreher Programm nicht geschafft

Die Folge: Vorzeitiges Ende im ersten Training, der Satz war ruiniert, einen weiteren wollte das Team nicht mehr opfern. Deshalb übernimmt Ericsson immerhin auch die (Mit)verantwortung für ein insgesamt auch sehr schwaches Sauber-Ergebnis am Freitag in Ungarn. "Leider konnten wir das Programm danach nicht wie geplant abarbeiten", gesteht der Schwede.

"In FP2 haben wir die verlorene Zeit aber aufgeholt, und sind eine gute Anzahl an Runden gefahren", relativiert er jedoch. "Wir haben aber noch viel Arbeit vor uns, und tun unser Bestes um unsere Leistung für morgen zu steigern." Das spiegelt das Ergebnis ganz klar. Alles andere als auf dem zuletzt schon Standard gewordenen Top-10-Kurs präsentierte sich Sauber. Am Ende des Tages standen im Resultat die mageren Positionen 16 und 17 - weit weniger als der neue Anspruch.

Selbst Charles Leclerc kann es nicht retten

Da half selbst Wunderkind Charles Leclerc oder die dritte Ausbaustufe des Ferrari-Motors nicht mehr. "Es war ein etwas schwieriger Tag. Ich bin in der ersten freien Trainingseinheit nicht gefahren, und musste die verlorene Zeit während der zweiten Einheit am Nachmittag nachholen", hadert er. "Wir haben noch viel Arbeit vor uns, um auf das Niveau zu kommen, auf dem wir dieses Wochenende sein möchten. Hoffentlich können wir auf unseren Fortschritten aus den letzten Wochen aufbauen, damit uns ein Schritt in die richtige Richtung gelingt."

Paddock-Geflüster aus Budapest - Formel 1 2018: (13:04 Min.)


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