Formel 1

Formel 1: Vettel im 2. Training vorne, Verstappen mit Crash

Sebastian Vettel hat im zweiten Training in Silverstone die Bestzeit gefahren. Hinter dem Ferrari-Fahrer landete Lokalmatador Lewis Hamilton im Mercedes.
von Florian Becker

Motorsport-Magazin.com - Sebastian Vettel hat im Ferrari beim 2. Freien Training der Formel 1 in Silverstone die Bestzeit gefahren. Der WM-Leader ließ die beiden Mercedes von Lewis Hamilton und Valtteri Bottas hinter sich, die am Vormittag noch die Spitze markiert hatten. Red-Bull-Pilot Max Verstappen musste sein Training nach einem Unfall früh beenden.

Die Platzierungen: Vettel stellte seine Bestzeit von 1.27.552 Minuten nach etwas mehr als einer Stunde mit dem Soft-Reifen auf. Auffällig war, dass er und der Großteil der Piloten auf Pirellis weichster Mischung trotz der guten äußeren Bedingungen nicht gleich im ersten Run erfolgreich waren sondern mehrere Versuche brauchten.

Hamilton setzte seine schnellste Runde auf der Soft-Mischung ebenfalls erst nach mehreren Anläufen und verlor knappe zwei Zehntel auf Vettel. Tatsächlich war der Lokalmatador am Freitag aber trotzdem der schnellste Pilot auf dem Silverstone Circuit, da er am Vormittag mit 1:27.487 Minuten schneller unterwegs war als Vettel in der Nachmittagssession.

Valtteri Bottas büßte als dritter dreieinhalb Zehntel auf Vettels Bestzeit ein, Kimi Räikkönen lag eine halbe Sekunde hinter der Zeit des Teamkollegen zurück. Für Red Bull musste Daniel Ricciardo die Kastanien aus dem Feuer holen, nachdem Max Verstappen früh in der Session verunfallt war. Dem Australier fehlten mit acht Zehnteln Rückstand allerdings Welten auf die Spitze.

Den Schlagabtausch im eng umkämpften Mittelfeld entschied etwas überraschend Fernando Alonso im McLaren für sich. Der Spanier landete mit 1,7 Sekunden Rückstand auf Vettels Bestzeit hauchdünn vor Nico Hülkenberg im Renault. Die Top-10 komplettierten die beiden Force India von Esteban Ocon und Sergio Perez und Charles Leclerc im Sauber.

Am Ende des Feldes gab es eine kleine Überraschung, denn ausnahmsweise war mal nicht Williams im Besitz der roten Laterne. Lance Stroll und Sergey Sirotkin landeten auf den Plätzen 15 und 16. Die letzten beiden Positionen auf dem Zeitenmonitor gingen an Alonso-Teamkollege Stoffel Vandoorne und Toro-Rosso-Pilot Brendon Hartley. Ohne Zeit blieb neben Verstappen auch Romain Grosjean, der aufgrund seines Unfalls im FP1 nicht an der Session teilnehmen konnte.

Die Zwischenfälle: Die härteren Reifenmischungen Medium und Hard bereiteten den Piloten trotz der heißen Temperaturen zu Beginn einige Probleme. Sebastian Vettel war einer der ersten Piloten, die neben der Strecke zu sehen waren. In der letzten Kurve suchte er vergeblich nach Grip und fuhr für einen Moment neben die Strecke. Wenig später war Kevin Magnussen in Stowe auf Abwegen. Beide Ausritte blieben ohne Konsequenzen.

Nach rund einer Viertelstunde sorgte Max Verstappen dann für den ersten und einzigen Crash der Session. Der Red-Bull-Pilot war auf der Hard-Reifenmischung unterwegs, als er einen Traktionsverlust am Ausgang von Luffield nicht mehr abfangen konnte und nach einem Gegenpendler in der Streckenbegrenzung landete. Die Session wurde zwecks Bergung des RB14 für rund zehn Minuten unterbrochen.

Max Verstappen fuhr aufgrund seines Unfalls keine einzige gezeitete Runde - Foto: LAT Images

Im weiteren Verlauf der Session gab es einige kleine Ausrutscher zu sehen. So bereitete zum Beispiel die schnelle Becketts-Passage, welche auf die Hangar-Straight führt, den Piloten Probleme. Gasly und Vandoorne zählten zu denjenigen, die hier weit gingen und neben der Strecke landeten.

Etwa 30 Minuten vor Schluss musste Gasly seinen Toro Rosso mit einem Defekt im ersten Sektor abstellen. Der Franzose meldete ein Getriebeproblem als Ursache. Ferrari-Junior Leclerc war in den Schlussminuten in Brooklands kurz im Aus, nachdem er am Kurveneingang etwas zu viel Speed mitgenommen hatte.

Das Wetter: Mit 26 Grad Celsius Außen- und 50 Grad Streckentemperatur fanden die Teams für das zweite Training perfekte und für Silverstone sehr unübliche Bedingungen vor. Das Wetter war zudem die ganze Session über konstant, sodass die drei Reifenmischungen von Pirelli bei identischen Bedingungen ausprobiert werden konnten.


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