Formel 1

Formel 1 Kanada 2018: Mercedes vermeidet Hypersoft

Mercedes wählt als einziges Formel-1-Team deutlich weniger Hypersoft-Reifen für Montreal. Ferrari und Red Bull nehmen drei Sätze mehr.
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - Die Reifenwahl der Teams gehört nicht immer zu den spannendsten Angelegenheiten der Formel 1. Doch in der Saison 2018 ist es tatsächlich meist interessant. So auch beim Kanada GP in Montreal. Denn Pirelli bringt nach Monaco zum zweiten Mal überhaupt die Hypersoft-Reifen.

Schon beim ersten Einsatz am vergangenen Wochenende rieben sich einige verwundert die Augen. Zwar hielt der Hypersoft in Sachen Grip, was er versprach, doch viele waren vom Abbau des weichsten Pirelli-Pneus überrascht. Weil Monaco extrem sanft zu den Reifen ist, hatten nicht wenige erwartet, dass der Hypersoft das gesamte Rennen halten würde.

Allerdings kam es ganz anders, viele Piloten vermieden den Hypersoft im Rennen sogar ganz. Entsprechend spannend wird es in Montreal, denn auch wenn der Circuit Gilles Villeneuve nicht besonders hart zu den Reifen ist, im Vergleich zu Monaco wird die Strecke auf der Ile Notre-Dame ein Härtetest für den Hypersoft.

8 Sätze Hypersoft für Sebastian Vettel in Kanada

Von den 13 Reifensätze, die einem Fahrer pro Wochenende zur Verfügung stehen, dürfen die Teams zehn selbst aus den drei vorgegebenen Mischungen wählen. Und hier gibt es für Montreal eine große Überraschung: Als einziges Team wählt Mercedes deutlich weniger Hypersofts als alle anderen.

Lediglich fünf Sätze der weichsten Mischung hat Mercedes für den Kanada GP 2018 von Pirelli geordert. Ferrari und Red Bull hingegen haben je acht Sätze Hypersoft für beide Piloten verfügbar. Auch alle anderen Teams haben mindestens sieben Sätze Hypersoft bestellt.

Dafür haben die Mercedes-Piloten Lewis Hamilton und Valtteri Bottas einen Satz Supersoft und zwei Sätze Ultrasoft mehr als die Ferrari-Piloten Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen und die beiden Red-Bull-Piloten Max Verstappen und Daniel Ricciardo.

Interessant ist, dass die Reifenwahl schon vor dem Monaco GP, also dem ersten regulären Einsatz des Hypersofts, getroffen werden musste. Auffällig: Mercedes verzichtete bei den Testfahrten in Barcelona meist auf den Hypersoft, hatte also kaum Daten für die Wahl.


Weitere Inhalte:
Wir suchen Mitarbeiter