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Red Bull Ring: Details zur neuen Westschleife

Am Red Bull Ring wird seit rund einem Jahr wieder gebaut. So sieht der Streckenverlauf der neuen Westschleife aus:
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Die Westschleife des Red Bull Rings nimmt konkrete Formen an. Nun wurde endlich die Zu- und Ableitung des neuen Streckenbandes auf den bereits bestehenden Kurs öffentlich. Motorsport-Magazin.com konnte erste Bilder schießen und hat erste Details.

Im Rahmen des Truck Grand Prix (12.-14. Mai) wurde ein Streckenplan im Media Center ausgehängt. Während die Renntrucks an diesem Wochenende nur die Kurzanbindung der bestehenden Strecke befahren, zogen zwei Details am Rande die Blicke aufmerksamer Beobachter auf sich.

Die Zuleitung von der alten Strecke auf die Westschleife in Kurve 1 - Foto: Motorsport-Magazin.com

In den Kurven 1 (OMV Kurve) und 2 (Remus Kurve) ist die neue Streckenführung auf die Westschleife klar erkennbar. In Turn 1 führt die neue Variante zunächst als verlängerte Gerade durch die bisherige Auslaufzone und anschließend in einem scharfen S-Knick auf die neue Streckenvariante. Auch die Einmündung der Schleife in Kurve 2 führt über ein - wenn auch deutlich weniger scharfes - S.

Die Ableitung von der Westschleife auf den alten Kurs in Kurve 2 - Foto: Motorsport-Magazin.com

Die Westschleife ist an den Verlauf des alten Österreichrings angelehnt, der bis 1995 in Betrieb war und dessen Länge 5,9 Kilometer betrug. Damals gab es kaum Schikanen und nur wenige langsame Kurven, sodass der Kurs zu den schnellsten im der Formel 1 gehörte. Im Zuge des Umbaus Mitte der Neunzigerjahre wurde die Strecke auf 4,3 Kilometer verkürzt und die Schleife abgerissen.

Gerüchte über eine Reaktivierung der Westschleife kamen im Frühjahr 2016 auf, als schweres Baugerät am Ring ausrückte. Fotos ließen klar auf die Errichtung einer neuen Variante des Kurses schließen, offiziell wurde das bis heute aber nie bestätigt. Stattdessen suchte man sein Heil in Ausflüchten, dass es sich dabei um neue Parkplatzanlagen oder entsprechende Zufahrten handle. Die nun veröffentlichten Pläne schüren die Hoffnungen der Fans, dass die Westschleife wieder errichtet werden könnte.

Ob tatsächlich je wieder der Rennbetrieb auf dem alten Asphaltband aufgenommen wird, ist noch nicht bekannt. Fakt ist aber: In der aktuell in Formel 1 und MotoGP gefahrenen Konfiguration gehört der österreichische Kurs zu den kürzesten des jeweiligen Kalenders. Das könnte sich durch die neue Variante ändern.


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