Formel 1

Die acht spektakulärsten Präsentationen der Formel 1

Die Formel-1-Präsentationen 2017 stehen vor der Tür. Motorsport-Magazin.com blickt zurück auf besondere Momente der Vorstellungen.
von Chris Lugert
Die spektakulärsten F1-Launches: (01:09 Min.)

In der kommenden Woche geht es wieder los, dann präsentieren die Formel-1-Teams ihre neuen Autos. Von fast allen Rennställen ist der Ort der Vorstellung bereits bekannt, wie genau sie es dann aufziehen werden, bleibt zunächst aber unklar. In der Vergangenheit inszenierten die Teams die Präsentationen teilweise als Mega-Event, in den vergangenen Jahren wurden diese Aktivitäten aber aus Kostengründen etwas kleiner gehalten. Motorsport-Magazin.com blickt zurück auf die neun besten und neuartigsten Präsentationen.

1997: Spice Girls verabschieden Marlboro

Die Spice Girls waren bei der McLaren-Präsentation 1997 mit dabei - Foto: Sutton

Bei der Präsentation von McLaren 1997 in London war gleich ein ganzes Potpourri an Stars zugegen. Kein Wunder, schließlich endete in Woking eine Ära. Die gemeinsame Zeit mit Sponsor 'Marlboro' ging zu Ende, mit dem Einstieg von 'West' wurde auch die rot-weiße Lackierung durch das neue Silber abgelöst. Als Stargäste mit am Start: die Spice Girls und Jamiroquai. Erstere kommentierten bei der Enthüllung der neuen Lackierung mit den Worten: "Sexy, isn't it?'.

2002: Eigener Hangar für Jordan

Jordan präsentierte 2002 im Frachtflugzeug - Foto: Sutton

Eddie Jordan war ein Mann der Tat. Und er verstand es, besondere Ereignisse gekonnt zu verbinden. 2002 mietete sich Jordan einen eigenen Hangar am Brüsseler Flughafen und ließ eine Frachtmaschine von DHL dort landen. An Bord befand sich der neue EJ12, das Einsatzfahrzeug des Teams für die anstehende Saison. Die Präsentation per extra-eingeflogenem Flugzeug hatte dabei einen recht simplen Grund: DHL wurde neuer Hauptsponsor des Teams. Diese Verkündung hatte einer simplen Pressemitteilung aber einiges voraus.

2003: Sauber geht auf's Eis

Im Züricher Hallenstadion zeigte sich Sauber on ice - Foto: Sutton

Auch das eher kleine Sauber-Team ließ sich Anfang des Jahrtausends nicht lumpen und präsentierte seine Boliden stets pompös. 2003 etwa verlegte das Schweizer Team den Launch des C22 nach Zürich, genauer gesagt ins Hallenstadion. Dort wurde der Bolide auf einer riesigen Eisfläche vorgestellt. Die beiden deutschen Fahrer - Nick Heidfeld und Heinz-Harald Frentzen - waren ebenso angetan vom Spektakel.

2007: McLaren lässt die Sau raus

Fernando Alonso drehte seine (Demo-)Runden 2007 in Valencia - Foto: Sutton

Eines vorneweg: Die Umstände, die vor Saisonbeginn 2007 bei McLaren herrschten, lassen den Rahmen der Präsentation verstehen. Mit Fernando Alonso wurde der amtierende Doppelweltmeister verpflichtet, zudem mit Lewis Hamilton ein Mega-Talent zum zweiten Fahrer ernannt. Man sah sich am Beginn einer neuen Ära, woran man jeden teilhaben lassen wollte. In Valencia drehten die Fahrer nicht nur Demorunden. Nein, insgesamt waren 200.000 Fans vor Ort, 1.000 geladene Gäste durften der ganzen Szenerie beiwohnen. Und die wollen natürlich auch unterhalten werden. Kein Problem für McLaren, die den Cirque de Soleil bestellten und zudem noch Stargeigerin Vanessa Mae auftreten ließen.

2008: Indischer Glanz in der Formel 1

Force India präsentierte sich in Mumbai vor erhabener Kulisse - Foto: Force India

Nach jahrelangen Querelen um das Ex-Team von Eddie Jordan, dass nach dem Verkauf erst Midland, dann Spyker hieß, fand mit Vijay Mallya erstmals ein Inder gefallen an der Formel 1. Mallya übernahm das Team, taufte es in Force India um und veranstaltete eine pompöse Show bei der Präsentation 2008. Unter Sternenhimmel und mit Lasershow wurde das Gateway of India in Mumbai Schauplatz der Vorstellung.

2009: Alles noch Neuland, Toyota

Toyota präsentierte 2009 online - alles lief aber nicht glatt - Foto: Toyota

Toyota war 2009 zwar schon einige Jahre dabei in der Formel 1, doch mit dem Neuland Internet hatte man in Japan scheinbar noch so seine Probleme. Denn statt der gewohnten Präsentation lud Toyota seine Fans ein, dem ganzen live vor den PC-Monitoren beizuwohnen. Doch irgendwie lief nicht alles nach Plan. Der Countdown, den man eigens dafür geschaltet hatte, lief zwar auf null herunter. Doch danach tat sich nicht mehr allzu viel. Grund: Der Ansturm der Interessenten hatte die Server lahmgelegt. Wenig später lief der Film aber. Inzwischen gehören Online-Präsentationen in der Formel 1 zum Alltag, Toyota war in dieser Hinsicht ein Vorreiter.

2011: McLaren-Präsentation Marke Eigenbau

In Berlin schraubte McLaren das Auto vor der Präsentation noch zusammen - Foto: Sutton

Hui, schon wieder McLaren! Im Jahr 2011 sorgte das Team aus Woking aber nicht durch eine pompöse Gala für Aufsehen. Stattdessen präsentierte sich McLaren in Berlin und baute mitten in der Stadt das Auto zusammen. Hunderte Schaulustige beobachteten, wie die Mechaniker und auch die beiden Fahrer Lewis Hamilton und Jenson Button die fehlenden Teile anbrachten. Nach einigen Minuten war es vollbracht und die Öffentlichkeit durfte den MP4-26 bewundern.

2014: Force India zeigt Turbo auf Twitter

Neue Ära, neue Wege - Force India zeigte den Turbo-Boliden bei Twitter - Foto: Force India

Spektakulär war die Präsentation von Force India 2014 nicht, jedoch war sie innovativ. Das Team nutzte den Kurznachrichtendienst Twitter, um den neuen Boliden zu zeigen. Und nicht nur das Medium war etwas Besonderes, sondern auch die Aufmerksamkeit war hoch. Denn die Inder waren das erste Team in jenem Jahr, das sein neues Auto vorstellte - und damit auch den ersten Turbo-Boliden seit mehr als 20 Jahren. Die Spannung im Vorfeld war riesig: Wie hat sich das Aussehen der Fahrzeuge durch die neuen Regeln verändert? Force India war es vorbehalten, die ersten Antworten zu liefern.

2016: Renault schippert den Boliden nach Down Under

Der neue Renault surft nach Australien: (1:08 Min.)

Gut, das neue Auto hatte Renault 2016 nach dem Wiedereinstieg als Werksteam schon bei den Testfahrten zuvor gezeigt. Doch zu diesem Zeitpunkt war es noch komplett in Schwarz gehüllt, eine Lackierung war nicht zu erkennen. Diese stellte Renault dann in Australien vor - mit einer aufwändigen Präsentation. Auf einem gigantischen Surfbrett am Boat Harbour Park bei Sydney wurde der R.S.16 ans Ufer gebracht, sogar Profisurfer Ellie-Jean Coffey war mit am Start.


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