Formel 1

Keine Unterstützung von McLaren - Magnussen: Bei Renault weniger Druck

Verglichen zu seinem Debütjahr bei McLaren ist der Neustart bei Renault viel relaxter. Kevin Magnussen fühlt sich bereit für die neue Saison.
von Raphaela Scheidl

Motorsport-Magazin.com - War Kevin Magnussens Abschluss des letzten Jahres mit dem Rauswurf bei McLaren noch so düster, so sieht die Zukunft des Dänen mittlerweile wieder positiv aus: Sein Engagement bei Rückkehrer Renault ist unter Dach und Fach. Und die Motivation größer als je zuvor. Verglichen mit seinem Ex-Rennstall McLaren ein wahrer Kontrast.

Der Erfolgsdruck bei McLaren war zu groß

Der Wunsch hat sich erfüllt: Magnussen wollte in dieser Saison endlich wieder Rennen bestreiten. Die Rolle als Reservefahrer bei McLaren hatte den 23-Jährigen unglücklich gemacht. "Seit ich sechs war, bin ich jedes Jahr Rennen gefahren. Zuschauen zu müssen war sicherlich nicht Teil meines Plans", erklärte Magnussen beim Renault-Launch in Paris. Das letzte Jahr sei hart gewesen: "Es war charakterbildend."

Abiteboul: Renault in der Formel 1 - ganz oder gar nicht: (08:38 Min.)

Dabei hatte in seinem Formel-1-Debütjahr 2014 alles noch sehr vielversprechend begonnen. Magnussen ergatterte bei McLaren das lang ersehnte ein Stammcockpit. Doch nachdem der britische Rennstall 2013 eine nicht wirklich erfolgreiche Saison absolviert hatte, legte man große Hoffnungen in die Verpflichtung des Talents. Ein Erfolgsdruck, der Magnussen schnell zu viel wurde. "Ich hatte sehr viel Druck im ersten Jahr bei McLaren", erinnert er sich gegenüber Autosport.

Ich hatte sehr viel Druck im ersten Jahr bei McLaren.
Kevin Magnussen

Druck, der wohl auch die Leistung beeinflusste. Zwar legte Magnussen zu Beginn noch einen Raketenstart hin und schaffte es bei seinem ersten Rennen in Australien auf Anhieb als Zweiter aufs Podest. Doch danach blieben die Ergebnisse aus. Auch im internen Teamduell unterlag Magnussen Jenson Button klar.

Ich fühle mich bereit

Nach einem Jahr in der Formel 1 musste Magnussen 2015 als Simulatorfahrer in die zweite Reihe zurücktreten. Mit der Krönung, dass sich McLaren im Herbst schlussendlich von ihm trennte und für die neue Saison GP2-Champion Stoffel Vandoorne verpflichtete. "Wir wünschen Kevin alles Gute und werden alles Erdenkliche tun, um ihm dabei zu helfen, sein nächstes Kapitel als Rennfahrer aufzuschlagen", verkündete Ron Dennis noch nach der Trennung.

Nein, McLaren hat mir nicht geholfen.
Kevin Magnussen

Hilfe, die Magnussen nie bekam. "Nein, McLaren hat mir nicht geholfen", erklärte er. Den Platz bei Renault hat sich der 23-Jährige selbst organisiert. "Es ist schön einen Neuanfang zu wagen. Ich bin sehr glücklich mit meinem Team, es ist eine große Chance."

Eine Chance, die Magnussen nun nutzen will. "Ich fühle mich bereit und bin viel relaxter als damals. Ich habe zwar auch bei Renault einen gewissen Druck, nur diesmal fühlt er sich positiv an."


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