Das Autodromo Jose Carlos Pace in Interlagos befindet sich momentan in der Umbauphase. Zum diesjährigen Formel 1-GP in Brasilien haben die Veranstalter in Sao Paulo jedoch gerade einmal ein neues Hospitality-Gebäude und neue Büro-Räumlichkeiten fertig gestellt. Zudem wurde das Paddock etwas vergrößert. Erst pünktlich zum Rennen im darauffolgenden Jahr soll das neue Boxengebäude dann fertiggestellt sein und in Betrieb genommen werden.

Die Neuerungen werden von vielen Seiten positiv gesehen. Eine kritische Stimme gibt es jedoch, nämlich ausgerechnet die von Lokalmatador Felipe Massa. "Ich denke, es war gut, hier mehr Raum für die Leute zu schaffen. Das war nötig. Aber jetzt müssen sie ihre Arbeit auch zu Ende bringen!", fordert Massa gegenüber brasilianischen Medien. "Leider ist das nichts Neues für uns Brasilianer. Es sieht aus, wie ein Haus, das sie angefangen haben zu bauen, das aber noch nicht fertig ist", zieht der Williams-Pilot einen bildhaften Vergleich.

Zumindest im Paddock haben die Teams jetzt mehr Platz -, Foto: Sutton
Zumindest im Paddock haben die Teams jetzt mehr Platz -, Foto: Sutton

Wenigstens größeres Paddock erfreut Massa

"Ich glaube, das ist Teil der brasilianischen Mentalität, Dinge abzuliefern, bevor sie überhaupt bereit sind", versucht sich Massa an einer Erklärung für die Renovierungen, die ihn wenig zu befriedigen scheinen. "Mein kleiner Raum hat sich nicht verändert. Wenn ich und mein Manager Nicolas Todt da drin sind, ist kein Platz mehr für irgendwas", jammert Massa weiter. Lob findet Massa am Ende dann aber doch noch.

Das größere Paddock scheint ihn zufriedenzustellen. Die Platz-Probleme der Vergangenheit sind zumindest abgemildert, was den Brasilianer freut: "Das Fahrerlager ist zwei oder drei Meter breiter. Die Leute können also herumlaufen, ohne sich gegenseitig auf die Füße zu treten, das ist also besser als vorher. Ich denke nur, es hätte für die Leute noch ein klein wenig attraktiver ausfallen können", schließt Massa mit seinem Fazit zu den Renovierungen ab.