Liebe motorsport-magazin.com Leserinnen und Leser,
ich befinde mich gerade in Südafrika. Wir haben dieses Wochenende ein PR-Event mit unseren Zweisitzern im Hinblick auf den Altech South African F1x2 Grand Prix am 9. August organisiert. Der Event wird von Nelson Mandela unterstützt und die Einnahmen gehen an wohltätige Organisationen.
Ich habe ungefähr zehn Personen um die Strecke gefahren und rund 35 Runden absolviert. Es hat sehr viel Spaß gemacht und am Ende haben wir auch ein kleines Ein-Runden-Rennen für das Publikum bestritten. Das war also nur eine Runde, jedoch mit richtigem Start. Und das Rennen habe ich dann gewonnen. Man kann also sagen, dass es mein erster Start in der Formel 1 war!
Die Doppelsitzer sind natürlich nicht identisch mit einem aktuellen Formel 1-Rennwagen, aber trotzdem habe ich wieder Kilometer abgespult. Unsere Rundenzeiten waren ungefähr 1:30er Zeiten und es lag viel Sand auf der Strecke, weil seit zwei Wochen hier kein Rennen gefahren wurde. Die schnellste Runde fuhr damals Ralf im Williams in 1:22. Die Zweisitzer sind gar nicht mal so langsam.
Nach dem Event fliegen wir direkt nach Kanada und von dort in die USA. Wir sind also drei Wochen weg von zu Hause. Das ist sicherlich nicht einfach, denn es sind vier dicht aufeinander folgende Rennen: Monaco und Nürburgring, dann Südafrika, sowie Kanada und USA. Also viele Rennen in fünf Wochenenden. Für mich ging es von Europa nach Südafrika und dann geht es nach Amerika, was ein bisschen anstrengend ist. Wir sind sicherlich alle gerne zu Hause, aber wir lieben es auch in den Rennwagen zu sitzen.
Kanada ist eine ziemlich schnelle Strecke mit großen Bremszonen, was ich sehr gut finde. Wir hatten am Nürburgring ein kleines Problem an meinem Auto. Wir wussten nicht genau, was los war. Deshalb ist Bruni am Samstagmorgen mit meinem Auto gefahren, ist dann aber wieder in sein Auto gewechselt, obwohl beide das gleiche Setup hatten. Wir müssen mal schauen, was da genau los war.
Ich weiß nicht, ob wir neue Teile in Kanada haben werden, aber unser Team hat jetzt eine Woche lang im Windkanal getestet. Wenn wir keine Teile für Kanada haben werden, dann vielleicht für den USA GP.
Es freut mich zu hören, dass Sven Heidfeld während der Silverstone Tests gesagt hat, dass er viel von mir hält. Das ist ein gutes Gefühl, wenn man das hört.
Indianapolis ist eine sehr mythische Strecke. Ich glaube, dass uns tolle zwei Wochen bevorstehen. Für alle drei Fahrer wird es etwas Besonderes sein. Es wäre schön, wenn wir die gleichen Voraussetzungen hätten, aber mein Problem ist halt, dass ich ein anderes Auto habe. Ich habe also nicht die gleichen Möglichkeiten. Paul Stoddart hat in der belgischen Presse darauf hingewiesen, was ich wirklich toll finde. Bis Spa wird sich nichts ändern, aber für das Wochenende plant Minardi ein Special für mich, so dass ich über das gleiche Auto wie Bruni und Baumgartner verfügen werde. Das kostet natürlich Geld und Minardi hat nicht viel Geld. Ich bin jedoch froh, dass ich Minardi helfen kann und es ist auch eine gute Möglichkeit für mich.
In Sachen Sponsoren gibt es zurzeit noch nichts Neues. Ich musste aber nach dem Nürburgring auch direkt nach Hause und dann nach Südafrika. Meinen Manager habe ich seit einigen Tagen nicht mehr gesehen. Wir probieren aber etwas Großes für den Belgien GP aufzuziehen.
Für den Kanada GP tippe ich auf einen Sieg von Michael. Es wäre schön, wenn McLaren, die ja den neuen Wagen getestet haben, nach vorne kommen könnten. Aber man muss sehen, ob es dann auch im Rennen so läuft wie während der Testfahrten. Auf dem Podest sehe ich noch einen Renault, allerdings weiß ich nicht welcher der beiden.

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