Ein Tunnel ist eine Röhre mit einem Ein- und einem Ausgang. Die Länge sei "s". Eines der bekanntesten und berühmtesten Exemplare einer solchen Röhre erlebt die Formel 1 Welt in jedem Jahr im glamourösen Fürstentum zu Monaco.
Einen ganz anderen Tunnel, dessen offiziell bezifferte Streckenlänge "s" mit 50,4 Kilometer etwas zu lang für einen letzten Shakedown-Test geraten ist, mussten die Mitglieder des ersten offiziellen Nick Heidfeld Fan Clubs auf ihrer Fan-Club-Reise zu den Testfahrten im britischen Silverstone durchqueren: Den Eurotunnel.
Im Gegensatz zur spannungsgeladenen 2004er Ausgabe des Grand Prix in den Straßenschluchten von Monte Carlo gab es hierbei allerdings keine rauchenden Reifen oder abfliegenden Autos zu bestaunen.
Stattdessen stellte der Tunnel den Eingang zu einer vollkommen anderen Welt dar: Eine andere Währung, eine andere Zeitzone, andere Maßeinheiten, andere Geschwindigkeitsmessungen, andere Streckdosen und nicht zuletzt das Fahren auf der linken Straßenseite begrüßten die Fans in ihrem Schumann Reisen Bus auf der grünen Insel: In Großbritannien.
Und während sich auch die Königsklasse des Motorsports jedes Jahr auf´s Neue stark verändert und neue Regeln, Regeländerungen sowie Ergänzungen, Anpassungen und Neuauslegungen der vorherigen Regeländerungen präsentiert, bleibt selbst im leicht "anderen" Mutterland des Motorsports und dessen traditioneller Heimat in Silverstone eines beim Alten: Das tolle Erlebnis für die Busladung begeisterter Formel 1- und Nick Heidfeld Fans, welche die lange Reise auf sich genommen hatten.
Entsprechend wurden die Fans mit einer wie immer von den Fan Club Verantwortlichen perfekt organisierten und von motorsport-magazin.com-Partner Schumann Reisen wie üblich ebenso perfekt durchgeführten Drei-Tages-Reise belohnt, welche das Herz eines jeden F1-Fans höher schlagen ließ!
Denn wo sonst bekommen die Fans noch Formel 1 zum "Anfassen" und zwar mittendrin statt nur dabei geboten? So boten sich für die Reiseteilnehmer neben dem F1-Testerlebnis an sich auch noch jede Menge anderer einmaliger Chancen und Erlebnisse: Etwa ein Gang durch den von Motorhomes und Teamtrucks geprägten Paddock, ein Abstecher in die Boxengasse, wo die Fans an den Kommandoständen der Rennställe einmal Ross Brawn oder Pat Symonds spielen konnten, oder einen live Einblick in die Testarbeit in Nicks Jordan Box.
Aber auch das war noch nicht alles, denn für die Fans von Nick Heidfeld öffnete Teamboss Eddie Jordan auch noch sein Allerheiligstes: Seine heiligen Hallen der Jordan F1-Fabrik, wo gerade die gelben Boliden für die nächsten Rennen in Nordamerika vorbereitet wurden.
Für Nick hieß es– neben den Aktionen mit seinem Fan Club – aber auch an diesen beiden Testtagen, trotz des hohen Fanbesuches aus Deutschland: Testen, Testen, Testen – Und an die Kilometer denken.
Doch was passiert eigentlich an solchen Testtagen, wie jenen beiden an denen der Nick Heidfeld Fan Club samt Bruder Sven Heidfeld seine Zelte in Silverstone respektive London aufgeschlagen hatte?
Nick Heidfeld gab motorsport-magazin.com in seiner Mittagspause mit einem Augenzwinkern Aufschluss über den bisherigen Testverlauf: "Ich bin ins Auto eingestiegen, habe den Motor angelassen, den ersten Gang eingelegt, die Kupplung leicht kommen lassen, bin langsam aus der Box gefahren, habe gewartet bis die Ampel grün war, bei Rot gibt´s nämlich eine Strafe, habe Gas gegeben, hoch und runter geschaltet, bin auf diese Weise eine Runde gefahren und dann wieder an die Box gekommen – Bremsen natürlich nicht vergessen."
Ebenfalls nicht vergessen werden dürfen natürlich die Köpfe hinter dieser wieder einmal unvergesslichen Fan Club Fahrt: Zum einen die Organisatoren vom Nick Heidfeld Fan Club, André Theuerzeit und Michael Oellers, und zum anderen jene Leute, bei welchen sich der zweite Vorsitzende des Fan Clubs in einer Jean Todt ähnlichen Rede bedankte.
"Ich bin sehr froh, dass alles problemlos geklappt hat", diktierte Michael Oellers mit einem zufriedenen Lächeln in unsere Diktiergeräte. "Wir hatten ein bisschen Sorge, da wir das Jordan Team noch nicht kannten und da der eigentliche Teammanager von Jordan ein sehr 'ungewöhnlicher' Kontakt war. Aber wir hatten Glück, dass sich Tony Laszlo, der eigentlich gar nicht dafür zuständig ist, um uns gekümmert hat. Natürlich möchte ich mich auch bei den Fans bedanken, denn ohne die würden der André und ich jetzt vielleicht alleine hier sitzen. Ein Dank geht auch an motorsport-magazin.com, die uns auf ihrer Internetpräsenz immer unterstützen, sowie natürlich an Schumann Reisen und unsere Busfahrer."
Und was meinen die wirklich wichtigen Leute, die teilnehmenden Formel 1 Fans und Fan Club Mitglieder, zur Silverstone-Reise?
"Wir hatten sehr schönes Wetter, was man in England ja nicht erwartet", freute sich die schwäbische Delegation über das ausgebliebene "typisch britische Wetter", welches die Testfahrten noch am Dienstag vor der Anreise heimgesucht hatte.
Aber nicht nur der Wettergott bekam ein Sonderlob ausgesprochen, sondern auch jener, der den Wettergott aufgrund seiner starken Bridgestone-Regen-Pneus liebend gerne öfters weinen sehen würde: "Ich möchte mich beim Nick bedanken, dass er sich so viel Zeit genommen hat – dass ist wirklich einmal ein Rennfahrer zum Anfassen."
Doch in Silverstone stand nicht nur der Jordan-Pilot zum Greifen nah: "Es war der absolute Hammer", so die einhellige Meinung aller Fans. "So nah wie hier kommt man an das Geschehen an einem Rennwochenende nicht heran. Aber hier konnten wir in die Boxengasse hinein, den Mechanikern bei der Arbeit zusehen und das Jordan-Werk besichtigen, was sicherlich eine einmalige Gelegenheit war, welche einem so schnell nicht noch einmal geboten wird."
Unser Kollege Günter Passage schloss dann wenige Minuten vor dem Verlassen der grünen Insel durch die 50,4 Kilometer lange Röhre namens Eurotunnel den Reigen der Veränderungen aus der anderen – britischen – Welt: "Seit 30 Jahren verfolge ich nun das Geschehen in der Formel 1. Was sich dabei im Laufe der Jahre verändert hat, dass sind die Fahrzeuge und die Burschen die da drin sitzen. Was ich aber gestern wieder einmal feststellen musste ist, dass die immer noch wie die Wahnsinnigen im Kreis fahren. Ich frage mich ernsthaft ob die nichts Besseres zu tun haben?"
Wir wollen einmal hoffen, dass dem nicht so ist – denn dann werden sich der erste offizielle Nick Heidfeld Fan Club, Schumann Reisen sowie motorsport-magazin.com natürlich auch im nächsten Jahr wieder auf den Weg zu einem der Testorte dieser Formel 1 Welt machen, um dort vielleicht auch Ihnen einen einzigartigen und unvergessenen Einblick in die Königsklasse des Motorsports zu gewähren!



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