Morgen Dienstag wird in Barcelona wieder getestet, acht der zehn Teams werden in Spanien erwartet, der Saisonstart rückt näher und näher. Toyota wird nach bislang wenig zufrieden stellenden Tests mit einem komplett erneuerten TF105 um den Circuit de Catalunya kreisen. Es handelt sich de facto um eine B-Version – auch wenn man die Bezeichnung unverändert lässt. Ein TF105B noch vor dem ersten Rennen wäre wohl aus marketingtechnischen Gründen unvorteilhaft gewesen…
Technikdirektor Mike Gascoyne erklärte gegenüber Autosport: "Alles ist anders – sogar die Werbekleber an den Sidepods mussten runter. Wir haben einen neuen Unterboden, das vordere Bodywork wurde erneuert, es gibt neue Bremsbelüftungen, neue Bremstrommeln, eine neue Nosebox, einen neuen Frontflügel, neue Luftleitbleche und so weiter – außer dem Monocoque ist eigentlich alles neu."
Auch wenn allerorts von einer dringenden Notwendigkeit von Sparmaßnahmen gesprochen wird – Geld spielt in Köln-Mansdorf keine Rolle, wenn es darum geht, die eigene Konkurrenzfähigkeit zu wahren. Gascoyne: "Wir haben unsere Ressourcen voll ausgenützt. Sicherlich modifizieren auch andere Teams ihre Autos – aber niemand ist in der Lage, dies in einem derartigen Umfang zu tun."
Gascoyne fügt hinzu: "Sicher hatte diese Maßnahme mehr Arbeit und auch zusätzliche Kosten zur Folge - aber ich denke, so sollte Toyota seine Möglichkeiten nützen und wir beginnen nun also, uns so zu verhalten, wie es sich für ein großes Teams gehört."
Jetzt könnte man auch sagen: Mike Gascoyne zeigt auf faszinierende Art und Weise, wie man aus einem Fehlschlag eine Marketinginitiative für die eigene Innovation basteln kann…

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