Formel 1

Das war immer mein Ziel - Sainz jr. startet 2015 für Toro Rosso

Carlos Sainz jr. wird 2015 für Toro Rosso in der Formel 1 starten. Das Team bestätigte den Spanier als Fahrer an der Seite von Max Verstappen.
von Marion Rott

Motorsport-Magazin.com - Carlos Sainz jr. wird in der Saison 2015 für Toro Rosso an den Start gehen. Der Red-Bull-Junior-Pilot wird damit Teamkollege des 17-Jährigen Max Verstappen. "Ich bin wirklich glücklich, den Platz bei Toro Rosso ergattert zu haben", strahlte Sainz nach der Verkündung. "Seit ich Teil des Red-Bull-Junior-Programms bin, war das mein Ziel und ich möchte Red Bull dafür danken, dass sie ihr Vertrauen in mich setzen."

Seit ich Teil des Red-Bull-Junior-Programms bin, war das mein Ziel.
Carlos Sainz jr.

Sainz gewann in der abgelaufenen Saison als jüngster Pilot aller Zeiten den Titel in der Formel Renault 3.5. Als Belohnung durfte er in Abu Dhabi einen Tag im RB10 testen. Dies werteten viele Experten bereits als erstes Zeichen für die Verpflichtung des Spaniers bei Toro Rosso. "Ich hatte dieses Jahr eine sehr erfolgreiche Saison in der World Series by Renault und nun freue ich mich auf den Schritt in die Formel 1", erklärte der Sohn des zweimaligen Rallye-Weltmeisters Carlos Sainz.

Seine ersten Erfahrungen mit Toro Rosso konnte Sainz jr. bereits 2013 bei den Young Driver Tests in Silverstone sammeln, wo er einen Tag testete. Nun wartet das bisher größte Abenteuer seiner Karriere. "Ich werde die nächsten paar Monate hart an meiner Vorbereitung arbeiten, um beim ersten Test im kommenden Jahr bereit zu sein, um ins Auto zu steigen." Die Besonderheit: Die ersten Testfahrten in Jerez kann Sainz jr. vor seinem spanischen Heimpublikum bestreiten.

Das jüngste Fahrer-Duo 2015

Der 20-jährige Carlos Sainz und der 17-jährige Max Verstappen gehen als die jüngste Fahrerpaarung der Saison 2015 an den Start. Damit entschied sich Toro Rosso für die jüngste Fahrerpaarung der Teamhistorie. Nachwuchstalente haben aber Tradition. Bisher waren Jaime Alguersuari und Sebastien Buemi mit 19 und 21 Jahren zu Saisonbeginn 2010 die jüngste Fahrerpaarung. Gefolgt von Daniel Ricciardo und Jean-Eric Vergne, die 2012 in ihrer ersten gemeinsamen Saison 22 und 21 Jahre alt waren.

An diesem Tag hat er mich und die Ingenieure mit seiner reifen Herangehensweise und seinem Speed wirklich beeindruckt.
Franz Tost

Dennoch ist Teamchef Franz Tost von der Auswahl überzeugt. "Mit diesen beiden Fahrern setzen wir die Toro-Rosso-Tradition fort, jungen Fahrern des Red-Bull-Junior-Programms ihre ersten Schritte in der Formel 1 zu ermöglichen", erklärte Tost. "Ich habe Carlos' Fortschritt in den Nachwuchsserien beobachtet. Er hat sich immer verbessert, je höher er auf der Leiter emporgestiegen ist. Das alles gipfelte in diesem Jahr in seinem wohlverdienten Sieg der World Series."

2013 testete Carlos Sainz jr. bei den Young Driver Tests für Toro Rosso - Foto: Sutton

Zum ersten Mal trat Sainz 2013 bei den Young Driver Tests in Silverstone auf die Bildfläche der Königsklasse und hinterließ einen bleibenden Eindruck bei Tost. "An diesem Tag hat er mich und die Ingenieure mit seiner reifen Herangehensweise und seinem Speed wirklich überrascht", fügte Tost hinzu. Bereits zum Ende der Saison 2013 galt Sainz als einer der Favoriten auf ein Cockpit bei Toro Rosso, musste aber schließlich Daniil Kvyat den Vortritt lassen.

Vergne verkündete Abschied bereits am Mittwoch

Lange Zeit hatte Jean-Eric Vergne auf einen Verbleib bei Toro Rosso gehofft. Der Franzose setzte im Kampf um das freie Cockpit auf seine mehrjährige Erfahrung in der Formel 1 und bekam sogar Rückendeckung von Rookie Verstappen. "Für das Team ist es besser, einen erfahrenen Fahrer zu haben, daher denke ich, wäre es das Beste, wenn Jean-Eric bleiben würde. Letztlich ist es auch besser für mich, denn er hat eine Menge Erfahrung und kann mir helfen, mich zu verbessern", erklärte der Niederländer vor einigen Wochen.

Bereits vergangenen Mittwoch hatte Vergne aber selbst via Twitter sein Aus bei Toro Rosso verkündet. Ob es für den Franzosen noch eine Zukunft in der Formel 1 gibt, ist fraglich.


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