Es gibt ein typisches, Klischee behaftetes Bild für Rennfahrer im öffentlichen Straßenverkehr. Sie rasen links wie rechts oder auf dem Standstreifen an einem vorbei, sie duellieren sich auf den Autobahnen mit nur Millimeterabständen zwischen den Außenspiegeln, sie legen ihre Mietwägen auf´s Dach und sie stellen neue Rekorde zwischen Punkt M1 und M2 auf.

Der Kolumbianer Juan Pablo Montoya bestätigte dem österreichischen Kollegen Armin Holenia dieses Bild auf einer Fahrt von Silverstone ins 18 km entfernte Hotel. "Da hat er mir eigentlich gezeigt, was Autofahren ist, indem er immer auf der verkehrten Straßenseite gefahren und dann auf einen zugefahren ist, gewartet hat, wie der reagiert und dann erst hat er reagiert, indem er wieder rübergezogen ist. Also ich habe die Retourfahrt dann selber bestritten. Ich habe gesagt, ich fahre nicht mehr mit ihm. Weil das tue ich mir nicht mehr an..."

Ganz anders ist hingegen Montoyas McLaren-Vorgänger David Coulthard. Ganz der schottische Gentlemenfahrer gab er in der Frank Skinner Show zu, dass er nur einen Smart fährt und weniger als 2.000 Meilen im Jahr in seinem Privatwagen zurücklegt.

"Ich mag es nicht zu fahren", gab DC zu. "Man wird auf der offenen Straße kontrolliert. Auf der Strecke darf man hingegen so schnell fahren wie man will. Ich fahre nicht viel."