Schon Ende September fragten wir uns an dieser Stelle "Bald noch mehr Speed für die Formel 1?". Gemeint war damit allerdings keine Abänderung der neuen Aerodynamikregelungen, sondern ein möglicher F1-Einstieg des Red Bull Amerikaners Scott Speed, dessen Name für den Motorsport geradezu prädestiniert ist.

Über seine Zukunft sagte Speed damals: "Ob wir GP2 oder die neue Formel Renault V6 fahren werden, ist noch nicht entschieden. Aber wir werden auf jeden Fall bei Arden testen. Und falls Arden Jaguars F1-Team aufkauft, kann es sein, dass ich da nächstes Jahr Testfahrer werde."

Bekanntlich kam es etwas anders, da nicht Arden-Teamboss Christian Horner, sondern Red Bull Patron Dietrich Mateschitz sich das Raubkatzen-Team einverleibte und daraus sein lange gehegtes Red Bull Racing Team formte. Für Speed keine schlechten Nachrichten, schließlich gehört er dem Red Bull Förderkader an und gewann er für die Österreicher im vergangenen Jahr überlegen den Renault Eurocup.

Dennoch betonte Mateschitz nach der Teamübernahme, dass die Formel 1 für den US-Amerikaner möglicherweise zu früh komme und er maximal bei gelegentlichen Testfahrten zum Einsatz kommen solle.

In der vergangenen Woche bestätigte Speed nun diese Situation: "Über meine Zukunft muss noch entschieden werden", so Speed. "Aber die GP2 scheint die beste Möglichkeit zu sein. Und zudem bin ich mir sicher, dass ich ein Red Bull F1-Auto testen werde um für 2006 bereit zu sein". Denn 2006 möchte er den Sprung in die Königsklasse schaffen, womöglich als Erbe des erfahrenen Schotten David Coulthard. "Aber ich weiß bislang noch nichts konkretes."

Konkret testete der Amerikaner zuletzt ein IRL-Auto von Eddie Cheever, dessen Rennstall ebenfalls von Red Bull unterstützt wird. Als größtes Talent der jahrelangen Red Bull Fahrersuche in den USA dürfte seine Zukunft aber wohl eher in der Formel 1 liegen. So jedenfalls die Hoffnungen der Marketingstrategen in Fuschl. Und vielleicht gibt es ja dann doch irgendwann noch einmal das Traumziel eines All American Racing Teams...