95 Tage ist es her, dass Fernando Alonso die Ziellinie des Circuit de Catalunya als Erster überquerte. Die spanischen Fans jubelten, die Tifosi glaubten an den Titel. Nun, besagte 95 Tage später, fehlen dem Spanier bereits 39 Punkte auf WM-Leader Sebastian Vettel. In der Konstrukteurs-Wertung musste die Scuderia Rang zwei sogar an Mercedes abtreten. Beim Blick auf die Tabelle wird deutlich: am Ende der ersten Saisonhälfte kam Ferrari nicht mehr hinterher. Holten Alonso und Felipe Massa in den ersten fünf Saisonrennen noch 117 Punkte, waren es in den folgenden fünf Läufen nur noch 77 Zähler.
Umso wichtiger ist die Sommerpause, geht es nach Massa. Zwar darf in der Sommerpause teilweise nicht gearbeitet werden, dennoch setzt der Brasilianer alle Hoffnungen in die vier Wochen zwischen Ungarn und Spa. "Die Entwicklungsarbeit ist sehr wichtig. Wir müssen dieses Auto schneller machen", mahnte Massa. "Das Arbeiten und Nachdenken ist wichtig, um zum nächsten Rennen neue Teile zu bringen und um eine konkurrenzfähigere zweite Saisonhälfte zu erleben."
Um Ferrari wieder an die Spitze der Tabelle zu bringen, ist für Massa das Verständnis der neuen Pirelli-Reifen essentiell. "Unser Auto war nicht so konkurrenzfähig wie erwartet - das ist das Wichtigste", bezog sich der Brasilianer auf Ungarn, wo lediglich die Plätze fünf für Alonso und acht für Massa heraussprangen.
Dabei erinnerte der Scuderia-Mann an den direkten Konkurrenten in der Konstrukteurs-WM, Mercedes, die mit den neuen Reifen offenbar deutlich besser zurechtkommen würden. "Auf einem Kurs, auf dem die Temperaturen hoch sind, haben sie normalerweise Probleme - und sie gewannen das Rennen", mahnte Massa. Um wirkliche Schlüsse zu ziehen, seien aber noch einige Rennen nötig.

diese Formel 1 Nachricht