Gute Aussichten für Ferrari: Fernando Alonso ist zuversichtlich, dass die Roten in Barcelona bei der Vergabe der Spitzenplätze ein Wörtchen mitreden können. Dank der Updates am F138 sei die Scuderia erstmals in diesem Jahr in der Lage, ihr volles Potenzial auszuschöpfen. "Gut möglich, dass wir das erste Mal in dieser Saison mit einem konkurrenzfähigen Auto anreisen", meinte Alonso. Der Lokalmatador warnte allerdings vor zu großen Erwartungen. "Das bedeutet nicht, dass wir uns darauf verlassen können, dass wir ums Podium kämpfen. Wir müssen bei allen Entscheidungen richtig liegen und ein fehlerfreies Wochenende abliefern."

Das Leistungsvermögen, in Barcelona einen Spitzenplatz zu erringen, sei aber auf jeden Fall vorhanden. Das hätten die ersten vier Saisonrennen gezeigt. "Solange es keine Probleme gab, konnten wir um die Top-Plätze kämpfen. Ziel ist es, hier ein sauberes Rennen zu fahren", erklärte der 31-Jährige. "Wenn uns das in die Position bringt, um den Sieg zu kämpfen, umso besser. Sollte es nicht für ganz vorne reichen, werden wir versuchen, so weit vorne wie möglich zu landen."

Teamkollege Felipe Massa freut sich vor allem auf die anspruchsvollen Strecke in Spanien. "Ich komme wirklich gerne nach Spanien", meinte der Brasilianer. "Der Circuit de Catalunya ist eine komplexe, technische Strecke, wo es sehr wichtig ist, guten aerodynamischen Abtrieb zu haben." Zuversichtlich stimmt Massa die Vergangenheit, 2007 feierte er in Barcelona einen seiner größten Triumphe. "Es war ein großartiger Sieg vor einer fantastischen Kulisse", erzählte er. "Ich war natürlich nicht glücklich mit dem Rennen Bahrain, also hoffe ich, dass ich an diesem Wochenende wieder um die Spitzenpositionen kämpfen kann."

Ferrari: Barcelona Bilanz

Ferrari in Barcelona: Der Circuit de Catalunya ist definitiv Ferrari-Land. Die Scuderia feierte dort 11 Siege, 13 Pole Positions und 32 Podiumsplätze - und ist damit absolute Spitze in den Bestenlisten. Weitere Erfolge: 26 Mal startete eine Ferrari-Pilot aus Reihe eins, 22 Mal führte ein Fahrer in Rot den Spanien GP an - die Mannschaft aus Maranello kommt damit auf 845 Führungsrunden. 297 Punkte stehen bereits auf dem Konto. Dass Ferrari die 300er-Marke am kommenden Wochenende durchbricht, ist beinahe so sicher wie das Amen in der Kirche.

Fernando Alonso in Barcelona: Für den Spanier war sein Heimrennen ebenfalls stets ein erfolgreiches Pflaster. Zwar hat er erst einen einzigen Sieg auf dem Konto, doch er kann vier zweite Plätze und eine dritte Position vorweisen. Bis auf seinen Ausfall im Jahr 2008 kam er stets auf einem Punkterang ins Ziel. Mit insgesamt 87 Zählern liegt er in der Bestenliste hinter Michael Schumacher und vor Sebastian Vettel auf Rang zwei.

Felipe Massa in Barcelona:Massa erlebte in Spanien bereits Höhen und Tiefen. An seinen Sieg im Jahr 2007 denkt er sicherlich gerne zurück, ebenso wie an Platz zwei im Jahr darauf. Seinen Reifenschaden 2005 und seine Strafe im vergangenen Jahr, die ihn aus den Punkterängen warf, ruft er sich hingegen sicherlich ungern in Erinnerung. Mit insgesamt 36 Punkten, die er im Laufe der Jahre auf dem Circuit de Catalunya sammelte, teilt er sich in der Bestenliste Rang neun mit Lewis Hamilton.

Redaktionskommentar

Motorsport-Magazin.com meint: Nicht nur die Statistik spricht für Ferrari - auch die aktuelle Form. Obwohl es in den bisherigen vier Saisonrennen noch nicht zur Pole Position gereicht hat, war bei der Scuderia im Vergleich zum Vorjahr ein deutlicher Leistungssprung über eine schnelle Runde auszumachen. Hinzu kommt die starke Racepace, die Fernando Alonso in China einen überlegenen Sieg ermöglichte. Sollte Ferrari von technischen Aussetzern à la Bahrain verschont bleiben, dürften die Roten bei der Vergabe des Sieges ein gewichtiges Wörtchen mitreden. (Olaf Mehlhose)