Jenson Button mag gerade eine schwere Zeit durchmachen, doch innerhalb des McLaren-Teams erhält er Rückhalt. Teamchef Martin Whitmarsh hatte sich bereits klar dazu geäußert, dass der Brite seiner Meinung nach wieder stärker werden wird und nun hat auch Sportdirektor Sam Michael deutliche Aussagen pro Button geliefert. So konnte er die Leistung des Weltmeisters von 2009 in Kanada einfach damit erklären, dass die Getriebeprobleme vom Freitag das ganze Wochenende beeinflussten, weil Trainingszeit verloren ging.

"Von da an versuchten wir verschiedene Dinge beim Setup seines Autos, um unterschiedliche Bereiche zu erkunden und im Nachhinein betrachtet, hätten wir das vielleicht nicht tun sollen. Das Abnutzungsprofil seiner Reifen war völlig anders als bei Lewis und dafür gibt es verschiedene Gründe, die wir aber zu verstehen glauben und in Valencia korrigieren können", sagte Michael laut Sky Sports. Generell hält er Button für einen schnellen Fahrer und der Unterschied in der Rundenzeit von Montreal zeichne einfach nicht das wahre Bild. "Seht auch an, wie Jenson das Rennen in Australien dominiert hat, er ist eindeutig ein Fahrer, der weiß, wie man schnell ist."

Kein Sensibelchen

Die Annahme, dass Button ein genauer abgestimmtes Auto braucht als Lewis Hamilton, um auch wirklich schnell sein zu können, konnte Michael nicht bestätigen. Meistens würden Hamilton und Button mit ähnlichen Setups fahren. "Es gibt immer kleine Anpassungen, die die Fahrer machen, weil sie einen kleinen Unterschied im Fahrstil haben, doch er [Button] ist in keiner Weise sensibler als Lewis", sagte Michael. Druck dürfte Button dennoch haben, das war auch dem Sportdirektor bewusst, wobei er meinte, dass der Brite das wohl eher nur in sich drinnen spürt, während er nach außen nichts zeigt.

Zudem könne er gut mit Druck umgehen, war Michael überzeugt. "Er hat ein sehr gutes Poker Face und auch in der aktuellen Situation, in der er sich unter Druck fühlt, zeigt er das nicht. So war er immer - er war so, ob er gewonnen hat oder Probleme hatte. Im Moment nutzt er das, glaube ich, und ich denke, das ist eine sehr nützliche Eigenschaft. Das ist eine seiner Stärken und er hat viel Vertrauen in seine Fähigkeiten - er ist nicht ohne Grund Weltmeister geworden. Er ist immer noch im Titelkampf und das weiß er."