Lewis Hamilton kämpfte 2011 in Barcelona bis zur letzten Runde um den Sieg gegen Sebastian Vettel und wollte 2012 nun endlich auf dem Circuit de Catalunya einen Sieg feiern. Diese Chance besteht zwar immer noch, aber die Vorbereitung in den Freien Trainings verlief für den McLaren-Piloten nicht rund. "Ich fühlte mich heute nicht so besonders. Ich kämpfe wirklich mit dem Auto, es war sehr inkonstant", verriet der Sechstplatzierte, dem eine halbe Sekunde auf seinen Teamkollegen Jenson Button fehlte.
Vor allem das Setup machte dem Briten schwer zu schaffen. Allerdings sei es aufgrund der Vielzahl von Unklarheiten schwierig gewesen, überhaupt einen Punkt zur Verbesserung zu finden. Daher liegt nun eine lange Nacht vor dem Weltmeister von 2008. Denn, dass eine schnelle Zeit mit dem MP4-27 durchaus möglich ist, belegte Button mit der Bestzeit von 1:23,399.
"Jenson ist momentan der Schnellste, was beweist, dass die Geschwindigkeit im Auto steckt", musste Hamilton anerkennen. Deshalb versuchte er auch positiv zu denken. "Wir sind in einer sehr guten Position. Das Auto fühlt sich etwas besser als das letzte Mal an", freute sich der McLaren-Pilot, der mit seinen Longruns zufrieden war. "Heute ging es aber vor allem um die Longruns und darum, zu verstehen, wie die Reifen am Leben gehalten werden können."
Denn die Reifen werden ein entscheidender Faktor, vor allem, da Pirelli diesmal die weiche und die harte Mischung bereitstellt. "Der Abstand zwischen Weich und Hart ist recht groß", bestätigte Hamilton, der rund eine Sekunde Unterschied pro Runde ausmachte. "In Bezug auf die Rennpace sind sie für mich dann aber relativ ähnlich, mit der Ausnahme, dass die Primes länger halten, was gut ist." Nun bereitet sich der Brite auf ein hartes Qualifying und ein umso härteres Rennen vor.

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