"Das war ein interessantes Rennen für die Fans, aber ein frustrierendes für uns", lautete die Bilanz von Pat Fry nach dem China-GP. Fernando Alonso beendete das Rennen auf der gleichen Position, auf der er gestartet war. Im Vergleich zu Felipe Massa, der 13. wurde, holte er immerhin Punkte. "Ich werde nicht behaupten, dass wir nicht enttäuscht sind. Wir hatten das Potenzial für ein besseres Ergebnis, aber wir haben es heute nicht hingekriegt", gab Teamchef Stefano Domenicali offen zu.
Das größte Problem sei der fehlende Top-Speed des F2012 gewesen. Bei Massa sei zudem die Strategie nicht aufgegangen. "Felipe war auf einer Zwei-Stopp-Strategie unterwegs. Wir hatten gedacht, dass die anderen mehr unter den Reifen leiden würden, aber das war nur bei manchen der Fall. Das Rennen war genauso ungewöhnlich wie das Qualifying. Trotz aller Vorhersagen und Prognosen gab es einige Überraschungen", meinte Domenicali.
Immerhin sah Felipe Massa bei seinem Rennen Fortschritte gegenüber Australien und Malaysia. "Sicherlich bin ich mit P13 nicht glücklich, aber für mich war China ein Schritt nach vorne. Ich habe alles gegeben. Die Zwei-Stopp-Strategie war die richtige Wahl, aber im Nachhinein wäre es vermutlich besser gewesen zu anderen Zeitpunkten zu stoppen", sagte der Brasilianer. Nach seinen Stopps steckte Massa zumeist im Verkehr fest. "Unser fehlender Top-Speed hat mich einen hohen Preis gekostet", erklärte Massa.
Für das kommende Rennen in Bahrain ist Ferrari dennoch optimistisch. Die Scuderia will erneut defensiv vorgehen. "Das heißt aber nicht, dass wir resigniert haben. In drei Rennen gab es drei verschiedene Sieger und auch die Performance der Autos zeigten je nach Strecke signifikante Unterschiede. Im Moment müssen wir einfach versuchen das Maximum aus unserem Paket zu holen und jede Chance wahrnehmen, die sich ergibt", betonte Domenicali.



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