Wer sich vom ersten Qualifying der Saison einiges verspricht, der freut sich auch darauf und Lewis Hamilton freute sich nach den Freitags-Trainings in Melbourne nicht nur auf das erste Zeittraining des Jahres, er war sogar schon ziemlich aufgeregt. Zwar fand er es in den ersten beiden Trainings schwierig, genauere Rückschlüsse zu ziehen, er fühlte sich aber stark. "Wir haben das Gefühl, wir sind vorne dabei, ich muss es aber noch einmal sagen, wir wissen nicht, welche Benzinladungen die Leute fahren", sagte er.
Trotzdem wird es seiner Schätzung nach eng zwischen Red Bull, McLaren, Ferrari und Mercedes. Einen dementsprechend interessanten Samstag erwartete er auch. "Die Leute gehen im dritten Training normalerweise die gleichen Programme durch, ich glaube also, dass wir dann ein besseres Verständnis davon erhalten, wie schnell jeder ist. Ich bin sehr aufgeregt, endlich zu erfahren, wie es aussieht", meinte Hamilton.
Verwässerte Intensität
Dass er im zweiten Training wegen der nassen Strecke nicht so viel fahren konnte, wollte der McLaren-Pilot nicht so schwer nehmen, statt Frust machte sich bei ihm dabei eher Langeweile breit. "Das verwässert die Intensität - ich wäre lieber im Auto", sagte er. Deswegen wollte er am Samstag im dritten Training auch nicht lange fackeln, sondern sofort mit Session-Start losfahren, um die volle Stunde für Setup-Änderungen zu nutzen, damit das Auto auch richtig abgestimmt ist. "Die Reifen sind der knifflige Teil, es ist nicht so einfach, sie bei den kalten Bedingungen zum Laufen zu bekommen", erklärte er.
Den Grund, warum er am Nachmittag nicht gefahren war, verstand Hamilton sogar. Denn laut Vorhersagen soll der Rest des Wochenendes trocken sein. "Bei solchen Bedingungen ist es wichtig, ruhig zu bleiben, auf das Auto zu schauen und sicherzustellen, dass wir uns auf den Rest des Wochenendes konzentrieren."

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