Der Saisonauftakt ist geglückt. Caterham unterstrich im regnerischen Melbourne seine Ambitionen, zu den anderen Mittelfeld-Teams aufzuschließen. Vor allem im zweiten Training kam der malaysische Rennstall gut zurecht: Heikki Kovalainen wurde Achter, Neuzugang Vitaly Petrov landete auf Platz 13. Einzig das schlechte Wetter drückte die Stimmung bei Fahrern und Verantwortlichen ein wenig.

Kovalainen war mit dem Start in die neue Saison dennoch zufrieden. "Der Wagen hat sich gut angefühlt", berichtete der Finne. "Wir hatten eine gute Balance und haben in beiden Sessions am Setup gearbeitet. Mit dem neuen Frontflügel haben wir mehr Grip, ich glaube, wir sind für morgen gerüstet. Es ist nur schade, dass wir die Reifen wegen des Regens nicht mehr testen konnten, aber das ist für alle gleich."

Teamkollege Petrov haderte ein wenig mit den Witterungsbedingungen. "Wegen des Wetters haben wir beim Setup keine großartigen Experimente gemacht", erklärte er, und in der ersten Session sei bei ihm ein kleines Problem aufgetaucht. Alles in allem zog aber auch der russische Neuzugang ein positives Fazit: "Am wichtigsten war für mich aber, dass die Zusammenarbeit mit dem Team geklappt hat. Ich habe bereits ein gutes Verhältnis zu den Mechanikern und Ingenieuren. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass wir den Speed aus dem Auto herausholen, der drinsteckt."

Insgesamt spulten die beiden Caterham-Piloten 55 Runden auf dem Albert Park Circuit ab. "Außer den Options haben wir heute alle Reifentypen ausprobiert und konnten einige nützlich Informationen sammeln", sagte Technik-Chef Mike Gascoyne. Für die morgige Qualifikation sei Caterham gerüstet: "Meiner Ansicht nach ist das Mittelfeld breiter geworden. Ich hoffe, dass es im Qualifying trocken ist, damit wir sehen, wie wettbewerbsfähig wir sind."