Der angekündigte Regen ließ im Qualifying zum Großen Preis von Brasilien auf sich warten. Im ersten Segment gingen Jerome d'Ambrosio und Timo Glock in Anbetracht des möglichen Regens früher auf die Strecke, um ihren zweiten Run noch rechtzeitig abschließen zu können.
Für Timo Glock ist der 24. Startplatz das Endergebnis eines enttäuschend verlaufenen Tages. "Das Auto war bereits heute Morgen schlecht zu fahren. Plötzlich hatte ich von einem Run zum anderen überhaupt keine Stabilität mehr im Auto", erklärte Glock. Dementsprechend schwierig sei es gewesen, mit Zuversicht in das Qualifying zu gehen.

Glock fuhr zu Beginn eine Sicherheitsrunde, um mit dem zweiten Satz frischer Reifen richtig anzugreifen. Die ersten drei Kurven liefen für den Deutschen auch noch sehr gut, doch dann steckte er hinter einem Toro Rosso im Verkehr fest.
Hoffen auf Regen
"Es ist wirklich schade. Ich musste die Reifen erst wieder etwas abkühlen lassen, bevor ich die nächste Runde starten konnte. Dann sind die Reifen natürlich auch nicht mehr so gut wie am Anfang", erklärte Glock, der auf ein Regenrennen am Sonntag hofft. D'Ambrosio steht in der Startaufstellung vor seinem Teamkollegen. Allerdings ist er wie Glock mit seinem Abschneiden im Qualifying nicht zufrieden.
"Ich habe zwischen dem dritten freien Training und dem Qualifying irgendwo Performance liegengelassen", ist d'Ambrosio ratlos. Im Rennen erwartet der Virgin-Pilot einen harten Kampf mit den beiden HRT. "Wenn es morgen regnen sollte, ist das Wichtigste, überhaupt auf der Strecke zu bleiben. In Brasilien kann bei Regen immer alles passieren", erklärte der 25-Jährige.
Auch Teamchef John Booth ist vom Ausgang des Qualifyings maßlos enttäuscht. "Timo hatte am Morgen Probleme mit der Balance. Wir haben einige große Setup-Änderungen durchgeführt, aber das ist natürlich alles andere als wünschenswert - auch wenn sich die Balance dadurch verbessert hat", erklärte Booth. D'Ambrosio hätte hingegen mit Übersteuern zu kämpfen gehabt. Genau wie seine beiden Piloten hofft Booth für das Rennen auf Regen, um verlorenes Terrain zurückzuerobern.

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