Es wurde lange um eine Rückkehr der Formel 1 in die USA gekämpft. Besonders die in der Formel 1 vertretenen Hersteller bekundeten immer ihr großes Interesse am amerikanischen Markt. Nach dem Abschied aus Indianapolis im Jahr 2007 sollte die Formel 1 ab dem kommenden Jahr ihre Zelte im texanischen Austin aufschlagen. Vor wenigen Wochen wurde zudem bekannt gegeben, dass ein weiterer Grand Prix vor der Skyline von New York ausgetragen werden soll. Das Rennen in Austin scheint allerdings alles andere als sicher zu sein.
Formel-1-Boss Bernie Ecclestone bestätigte im Rahmen des Grand Prix in Abu Dhabi, dass es in Austin Probleme gebe. Der Promoter der Veranstaltung habe den Vertrag über das Rennen, eine andere Partei baue und besitze die Rennstrecke, erläuterte Ecclestone. Promoter der Veranstaltung ist der ehemalige Formel-3-Fahrer Tavo Hellmund, ein enger Freund Ecclestones. Hellmund soll den Vertrag über das Rennen bisher nicht an den Streckenbetreiber übersandt haben. Der Streckenbetreiber wandte sich daraufhin an Ecclestone, der dem Konsortium einen nicht unterschriebenen Vertrag übermittelte.
Ultimatum bis Dezember
"Alles was sie jetzt tun müssen, ist, den Vertrag zu unterschreiben", stellt der 81-jährige Ecclestone klar. Wenn sie es nicht tun, war es das für sie und wir müssen das Rennen im Dezember aus dem Kalender nehmen." Im Dezember findet in Paris traditionell ein Treffen des World Council der FIA statt, im Rahmen dessen der endgültige Kalender für das folgende Jahr abgesegnet wird.
Auch die fällige Gebühr von etwa 25 Millionen Dollar sei bisher nicht wie vereinbart bis zum 31. Juli 2011 an Ecclestone gezahlt worden. Der Präsident der Strecke in Austin, Steve Sexton, beteuert indes: "Es gibt gar keinen Zweifel daran, dass das Rennen 2012 stattfinden wird, wenn Ecclestone es will."
Gleichzeitig sei Sexton für Ecclestones Geduld dankbar und wisse, dass es nun an den Betreibern der Strecke liege, das Projekt fertigzustellen. Bis zum Treffen in Paris im Dezember haben sie von Ecclestone Zeit bekommen, sämtliche Zweifel an der Veranstaltung auszuräumen.

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