Nach dem Aus von Sebastian Vettel war Mark Webber das einzige Ass, das Red Bull Racing in Abu Dhabi noch im Ärmel hatte. Der Australier kämpfte zu Beginn des Rennens gegen Jenson Button um Platz drei. Doch bei seinem zweiten Stopp änderte Red Bull Racing die Strategie und setzte auf eine Drei-Stopp-Strategie. Webber konnte zwar Felipe Massa hinter sich halten, doch der dritte Platz ging an Button.

Seitens des Teams steht man zur Entscheidung. "Die Situation sah so aus, dass wir nach einem schlechten ersten Stopp hinter Button und Massa zurückgefallen waren. Wenn wir die gleiche Strategie wie sie gefahren wären, dann wären wir vermutlich hinter beiden ins Ziel gekommen", erklärte Teamchef Christian Horner. In dieser Situation habe das Team nichts zu verlieren gehabt.

"Die Chance, dass uns auch noch Rosberg geschlagen hätte, war gering. Deshalb entschieden wir uns für eine Drei-Stopp-Strategie und versuchten einen großen Abstand herauszufahren und das hat bei Massa gut funktioniert", sagte Horner. Button sei auf den medium Reifen zu schnell gewesen, um ihn gefährden zu können. "Webber hatte 12 Sekunden herausgefahren, aber wir brauchten 20 Sekunden. Das reichte nicht, aber die Sache war es wert", betonte Horner.

Neben dem ersten Boxenstopp, bei dem es ein Problem mit dem rechten Hinterrad gab, hatte Webber auch noch mit einem Stück Gummi zu kämpfen, das von Vettels Reifenschaden stammte und sich unter seinem Wagen festsetzte. "Der Gummi stammt von Sebastians Auto und Mark hat es aufgesammelt. Die Pace von Mark war gut, aber das Teil wirkte sich durchaus ein wenig aus", verriet Horner.