Der Große Preis von Singapur zählt zu den spektakulärsten Rennen im Kalender. Als einziges Nachtrennen des Jahres sorgt der GP für faszinierende Streckenbilder und zieht die Fans an die Strecke. Der Vertrag der F1 mit den Ausrichtern des Rennens läuft bis Ende 2012 - die Regierung Singapurs hat keine Eile, den Vertrag vorzeitig zu verlängern. Laut Singapurs zweitem Minister für Handel und Industrie müssten die Verhandlungen wohl überlegt und geflissentlich vorbereitet werden.
Die Ausrichtung des Rennens, das 2008 zum ersten Mal stattfand, spült jährlich Millionen Dollar in die Regierungskasse sowie in die Tourismusindustrie des Landes. Laut einem Bericht des Wall Street Journal standen im vergangenen Jahr 132 Millionen Dollar auf der Habenseite, während die Austragungskosten bei 115 Millionen Dollar lagen. 60 Prozent dieser Summe zahlte die Regierung Singapurs, den Rest übernahm der Hotelier Ong Beng Seng, der das Rennen nach Asien brachte.
Spielplatz für die Reichen?
Laut Minister Iswaran hätte das Rennen in den vergangenen drei Jahren rund 400 Millionen Dollar für die Touristik eingespielt. "Die F1 war gut zu Singapur… und Singapur war gut für die F1", sagt Iswaran. Doch es gibt auch kritische Stimmen in Bezug auf das Rennen im Hafengebiet. Die Demokratische Partei Singapurs ist etwa der Meinung, der Singapur GP sei ein Spielplatz für die Reichen, während Interessen der Einwohner geopfert würden.
"Für die meisten Einwohner Singapurs bleibt die F1 außer Reichweite", heißt es in dem Partei-Statement. Tickets für das dreitägige Event kosten zwischen 152 und 3.122 Dollar. VIP-Tickets für den Paddock Club schlagen mit 7.500 Dollar pro Nacht zu Buche. Eine Entscheidung über die Zukunft des Rennens soll noch vor der nächsten Austragung im September 2012 stattfinden.



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