"2009 bin ich hier Zweiter geworden und es ist großartig, wieder hier zu sein", freute sich Timo Glock vor dem Auftritt in Singapur. Vor zwei Jahren war der Deutsche damals noch im Toyota aufs Podium gerast. Zwei Jahre später muss er kleinere Brötchen backen - an der tollen Strecke vor Ort ändert das aber nichts. "Der Große Preis von Singapur ist einer der absoluten Höhepunkte des Jahres und eine meiner Lieblingsstrecken im Kalender", verriet Glock. "Es macht hier wirklich immer sehr viel Spaß und ich kann es kaum erwarten, wieder im Auto zu sitzen", meinte der Virgin-Pilot.
Trotzdem sei der Marina-Bay- Circuit aber auch eine große Herausforderung. "Allein der Fakt, dass es sich um einen Stadtkurs handelt, macht es schon sehr fordernd. Wenn man dann noch in Betracht zieht, dass es ein Nachtrennen ist, erhöht das die Spannung noch einmal", so Glock, der anfügte: "Die Abstimmung des Autos ist kniffelig. Es wird also ein arbeitsreicher Freitag." Für eine schnelle Runde benötige man in erster Linie viel Downforce. Wichtig sei "auf Grund der kurzen Geraden und vielen Kurven, die lediglich im ersten und zweiten Gang durchfahren werden können", aber auch "eine gute Bremsstabilität und Traktion", erklärte Teamchef John Booth.
Tagsüber wird geschlafen
Virign-Rookie Jerome D'Ambrosio hat auf dem außergewöhnlichen Kurs zwar noch kein Rennen bestritten, doch auch der Belgier reist mit guten Erinnerungen in die asiatische Metropole. "Letztes Jahr hat mit das Team hier erstmals die Chance gegeben am Freitag ins Auto zu springen. Das war ein sehr spezieller Moment", so D'Ambrosio, der meinte: "Ein absoluter Schlüsselmoment in meiner Karriere." In dem einen Jahr, das seit dieser ersten Bewährungsprobe vergangen ist, habe er unglaublich viel gelernt - nun will er das auch auf dem engen Stadtkurs umsetzen. "In der Nacht zu fahren macht Spaß", freute sich der 25-Jährige vorab.
"Die Sicht ist auf Grund des vielen Flutlichts, rund um die Strecke herum, überhaupt kein Problem. Trotzdem ist es nicht mit einer Fahrt bei Tageslicht vergleichbar", so der Rookie. Die Strecke sei sehr fordernd und wellig. "Eine große Umstellung sind zudem die Temperaturen und die hohe Luftfeuchtigkeit. Physisch ist der Lauf eines der anstrengendsten Rennen der ganzen Saison. Zum Glück bleiben wir das Rennwochenende über im europäischen Zeitrhythmus - wir verschlafen die meiste Zeit des Tages und sind dafür die ganze Nacht lang wach", lachte der Belgier, der anfügte: "So brauchen wir uns keine Sorgen machen, dass wir unter dem Jetlag leiden."

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