Bereits wenige Sekunden nachdem die Ampel beim Großen Preis von Italien ausgegangen war, war Monza ein Tollhaus. Die Ferrari-Fans riss es beim Start aus den Sitzen, denn den mit Abstand besten Rennbeginn erwischte Fernando Alonso. Der Spanier schob seinen Boliden von Startplatz vier aus noch vor der ersten Schikane in Führung. Der Jubel auf den Tribünen kannte keine Grenzen. Das freute auch Alonso selbst. "Wir haben schon oft gute Stars gehabt, aber normalerweise dann nicht genug Platz, um auch zu überholen, wenn man von hinten kommt", meinte der Scuderia-Pilot.
"Ich wusste aber, dass es hier geht. Ich hatte ein gutes Gefühl beim Start und viel Platz in der ersten Kurve", erklärte Alonso, der sich sicher war, im Rennen das Maximum herausgeholt zu haben. "Ich durfte ein paar Runden führen, aber wir waren nicht stark genug für den Sieg", glaubte der zweifache Weltmeister. Die Podiumsplatzierung sei am Ende daher absolut zufriedenstellend. "Es war ein tolles Gefühl auf dem Podest zu stehen, denn am Schluss war es mit Lewis doch knapp", gab Alonso zu.
Dank ans Team
Der McLaren-Pilot kam in den letzten Runden direkt an den Ferrari heran, konnte aber nicht mehr überholen. Knapp war es davor beim Duell um die Führung auch mit Vettel. "Im Kampf mit Sebastian hatte ich nichts zu verlieren. Wenn man sich verteidigt, geht man natürlich härter ran. Tut mir leid, Seb", lachte der Ferrari-Star. Umso schöner war für den Spanier daher das Gefühl, den Tifosi beim Heimspiel ein gutes Ergebnis schenken zu können.
"Wie auch Sebastian schon gesagt hat, herrscht hier in Monza immer sehr viel Leidenschaft. Die ganzen Fans hier sich sehr enthusiastisch. Ich danke also dem Team, denn es hat viel Spaß gemacht, auch wenn der Druck hier immer groß ist", so Alonso. "Wir haben alles rausgeholt und keine Fehler gemacht. Nun sind wir auf dem Podest, Mark ist ausgeschieden und Lewis hinter uns - wir haben also einen McLaren direkt geschlagen", so der Asturier mit Blick auf die direkte Konkurrenz. "Das ist ein tolles Ergebnis", fand Alonso.

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