Paul di Resta erlebte in Spa ein Wochenende zum Vergessen, das ohne Punkte auf Platz elf endete. Am Freitag setzte er seinen Force India im ersten freien Training in die Wand und produzierte damit eine Rot-Phase. Am Samstag fühlte er sich sicher in Q2, als plötzlich Heikki Kovalainen eine sehr gute Runde aus dem Hut zauberte und damit den Schotten auf den 18. Startplatz verwies. Nun sollte das Rennen Besserung bringen, doch auch hier war schnell der Wurm drin. "Ich bin sehr gut von der Linie weggekommen und alles sah so aus, als würde es recht geschmeidig ablaufen", schilderte di Resta seinen Start.

Der Moment der Kollision mit Timo Glock, Foto: Sutton
Der Moment der Kollision mit Timo Glock, Foto: Sutton

"Doch vor mir gab es einen Zwischenfall und ich dachte ich hätte es hinbekommen, durch die Kurve zu kommen, als ich von Timo [Glock] getroffen wurde", schilderte der Schotte das Startgetümmel aus seiner Sicht. Infolge dessen beschädigte er sich seinen Frontflügel und hatte fortwährend mit Untersteuern zu kämpfen. "Abgesehen davon, war die Geschwindigkeit des Autos recht gut, aber ich hatte ein bisschen Pech mit dem Safetycar", fuhr der 25-Jährige fort.

Punkte für die Konstrukteurswertung

Denn Adrian Sutil, der besser platziert war, erhielt den Vorzug an der Box, wodurch di Resta sich hinter den Williams einreihen musste. "Ohne das, wäre ich wahrscheinlich vor Maldonado gewesen", vermutete der Force-India-Pilot, der sich über die Punkte seines Teamkollegen und die damit demonstrierte Leistungsfähigkeit des Wagens freute.

Teamchef Vijay Mallya ging es ähnlich. "Wenn man sich unsere Probleme gestern ansieht, bin ich sehr glücklich, dass wir es geschafft haben, mit sechs Punkten aus Spa abzureisen", so der Teamchef, dem es dabei vorrangig um die Platzierung in der Weltmeisterschaft ging, die so stabilisiert werden konnte. Während er sich für Sutil freute und von einer großartigen Teamleistung sprach, hatte er Mitleid mit di Resta. Nun geht der Blick nach Italien. "Ich bin zuversichtlich, dass wir diese Form in einigen Wochen in Monza fortführen können", schloss Mallya ab.