Die Plätze drei und vier sind zwar nicht die Ergebnisse, die Red Bull Racing in dieser Saison gewöhnt ist, allerdings sieht Christian Horner den Deutschland-GP alles andere als ein Desaster an. Allerdings habe nicht alles so reibungslos geklappt wie erhofft, beginnend mit dem Start als Lewis Hamilton an Mark Webber vorbei ging. "Wir haben Mark früher an die Box geholt und das hat sich ausgezahlt. Er hat Hamilton überholt und hatte danach zwei Sekunden Vorsprung", erzählte der Red Bull-Teamchef.
Beim zweiten Stopp hat sich das Team wieder für den weichen Reifen entschieden. "Leider waren wir im ersten Sektor beim Reifenaufwärmen nicht so gut wie McLaren und Ferrari. Im dritten Stint war Mark mit dem Reifen nicht ganz happy, denn er hatte schon mehr Kilometer drauf", verriet Horner. Am Ende musste sich Webber mit Platz drei begnügen. "Wenn man von der Pole startet, ist das Resultat nicht ideal, aber auch kein Desaster", betonte Horner. Bei Sebastian Vettel durchkreuzte ein Dreher die Pläne des Teams.
"Er hat sich dabei seine Reifen ruiniert und einen Bremsplatten eingefahren. Er hatte Vibrationen im Auto und musste Kompromisse eingehen", erklärte Horner. In der zweiten Hälfte des Rennens sei er wieder erstarkt, dennoch kam er nicht an Felipe Massa vorbei - bis zum finalen Boxenstopp. In der letzten Runde fuhren Vettel und Massa zeitgleich an die Box, mit dem besseren Ausgang für den Deutschen.
"Ich bin mir sicher, das Herz unserer Boxenjungs schlug bis zum Hals, schließlich wussten sie, dass es nur noch eine Runde zu fahren gab und man stand im direkten Duell mit Ferrari. Aber sie haben einen fantastischen Job gemacht und Sebastian zwei Punkte mehr beschert", lobte der Brite. Alles in allem reise man nicht enttäuscht ab. "Es waren schwierige Bedingungen, denn es war kälter als bei den Wintertests. Wir haben unsere Lektion gelernt und ich bin überzeugt, dass wir nächstes Rennen wieder stärker sein werden", so Horner.
In Ungarn rechnet das Team wieder mit sommerlichen Temperaturen. "Es könnte 20 Grad mehr haben", scherzte der Brite. Angst vor der Konkurrenz hat Red Bull Racing nicht. "Bisher war McLaren oder Ferrari an uns dran, dieses Mal waren es beide. Das ist kein Weltuntergang, sondern erinnert uns daran, dass wir weiter hart arbeiten müssen", betonte Horner.



diese Formel 1 Nachricht