Timo Glock und Jerome d'Ambrosio kämpfen während der Rennen zumeist mit den Farben - entweder mit der Roten Laterne, oder mit den Blauen Flaggen. Das Virgin-Duo hält sich ausschließlich im hinteren Teil des Feldes auf und misst sich lediglich mit HRT. Die restlichen Teams sind in weiter Ferne. Doch von Frust will Glock nichts wissen. "Das ist das falsche Wort", erklärt der Deutsche in der neuen Ausgabe des Motorsport-Magazins. "Dafür habe ich gar keine Zeit. Wir müssen den ersten Teil des Jahres und unsere Strategie analysieren - das müssen wir als Team schaffen."
Teamarbeit wird bei Virgin groß geschrieben. Während Glock seit Jahren in der F1 unterwegs ist, steht bei d'Ambrosio das Rookie-Jahr auf dem Plan. Wie war eigentlich der erste Eindruck, als sich die beiden Teamkollegen zum ersten Mal begegneten? "Das erste, was er zu mir gesagt hat, war 'Ich hasse Deutsche'…", prustet Glock. "Weil du gesagt hast, dass du Pommes Frites und Spa hasst", grätschte d'Ambrosio dazwischen. Wenn schon keine Punkte, dann zumindest eine Menge Spaß, scheint das Motto bei Virgin zu lauten.
Trotz der guten Laune sind die beiden natürlich sehr bedacht, das Auto stetig zu verbessern. "Wir haben viele Gemeinsamkeiten, was das Setup angeht", so Glock. "Das ist natürlich auch gut für die Mechaniker und das Team." Sein belgischer Teamkollege stimmte zu: "Vor allem für mich ist das gut, denn das Fahrgefühl als Rookie ist anders als das von jemanden, der schon seit Jahren in der Formel 1 fährt. Deshalb ist es normal, dass Timos Feedback wahrscheinlich zuverlässiger ist als meins."

Auch an der Rennstrecke gibt es Gemeinsamkeiten. Während einige Piloten sich während des Rennwochenendes mit Sport beschäftigen, ist das für Glock keine Option. Ich halte das nicht für sinnvoll", meint er. "Ich könnte mir vorstellen, mein Fahrrad mit an die Strecke zu bringen und die ein oder andere Runde zu drehen." Dabei sei es jedoch ziemlich stressig, das Rad auf den Flügen mitzuschleppen. "Ich trainiere nie an den Rennwochenenden", stimmt d'Ambrosio zu.
Stressig sind auch die Rennen. "Wir fahren meist nicht nur mit den Augen geradeaus, sondern müssen oft in den Rückspiegel schauen", so d'Ambrosio. Glock stimmt zu: "Wir sehen meist Blaue Flaggen, deshalb fahren wir ab der Mitte kein richtiges Rennen mehr. Zu Beginn macht es aber Spaß."
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