Felipe Massa galt als großes Talent und späterer Weltmeister. Tatsächlich konnte er sich bereits in seinem ersten Jahr bei Ferrari manchmal gegen den siebenfachen Weltmeister Michael Schumacher behaupten. Während er 2007 zurückstecken musste und damit seinem Teamkollegen Kimi Räikkönen zum Titel verhalf, schlug 2008 seine große Stunde. "Mein Ziel ist es in meiner Heimat Brasilien als Erster und als Weltmeister über die Ziellinie zu fahren", hatte er damals erklärt.

Tatsächlich gelang ihm das, doch bereits wenige Sekunden später war sein Traum zerstört: Lewis Hamilton konnte den Weltmeistertitel feiern. Seit diesem Moment schien Massa Probleme zu haben, was sich durch seinen Unfall während des Qualifyings auf dem Hungaroring 2009 nicht verbesserte. Seither gelang dem Brasilianer kein Sieg mehr und er liegt mit lediglich 42 Punkten auf Platz sechs der Fahrerwertung.
Druck ist normal
Permanent spuken Gerüchte durch das Fahrerlager, Massa werde bald ersetzt. Dabei tauchen Namen wie Robert Kubica, Sergio Perez und sogar Valentino Rossi auf. Doch der 30-Jährige bleibt gelassen. "Wenn du für ein Top-Team wie Ferrari fährst, hast du immer diesen Druck", zeigte Massa auf. "Es ist ein Team, das viele Menschen beobachten und unterstützen, daher ist es normal, dass du mehr Druck hast", fügte er noch hinzu.
Doch dabei müsste man unterscheiden, aus welchem Grund der Druck bestehe und seiner wäre angenehm. "Ich denke, die meisten Fahrer würden gerne diese Art von Druck verspüren, für Ferrari zu fahren, daher ist das guter Druck", verriet Massa bei Sporting Life.
Mehr Respekt und Bewunderung
Viele Insider sind der Ansicht, sein Unfall 2009, der den Ausfall für die komplette restliche Saison und etliche Operationen zur Folge hatte, hätte den Brasilianer gebrochen. Doch davon möchte Massa nichts wissen. "Es hat mich in fahrerischer Sicht nicht beeinträchtigt, weil du versuchst ans Limit zu gehen, manchmal darüber hinaus", erklärte der 30-Jähirge. Doch in seinem Privatleben seien Spuren geblieben. "Außerhalb, in meinem Leben, hat es mich dazu gebracht, Dinge mehr zu bewundern und zu respektieren." Kurze Zeit nach seinem Unfall wurde sein Sohn Filipinho geboren.

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