Fernando Alonso schürte bei den Fans nach seinem zweiten Platz in Valencia wieder die Hoffnung, ein Anwärter auf den Titel zu sein. Doch der Spanier selbst ist nicht der Ansicht, dass er aus eigener Kraft seinen dritten Weltmeistertitel feiern kann. "Der Abstand sind 99 Punkte, eine Menge, daher rechnen wir im Moment natürlich nicht mit der Meisterschaft", stellte Alonso klar. "Sie liegt nicht in unseren Händen."

Doch auch wenn die Situation aktuell nicht sehr positiv für die Scuderia aussieht, erklärte der Spanier bereits nach dem Rennen in Valencia, dass man nicht aufgeben werde, bis man wieder ganz vorne steht. "Wir müssen die Dinge jetzt von Rennen zu Rennen betrachten, wir werden versuchen, die Rennen zu gewinnen und auf einige Fehler von Red Bull warten", ergänzte Alonso.

Denn mit der eigenen Leistung seines 150° Italia sieht der Spanier keine Chance die Bullen anzugreifen und ihnen den Sieg streitig zu machen. "Wenn irgendjemand denkt, wir können gewinnen, obwohl wir acht Zehntelsekunden hinter ihnen sind, versteht er die Formel 1 nicht", so Alonso. Aus diesem Grund geht der Blick auch nicht so weit in die Sekunden-Ferne. "Unser Ziel ist es, mit den McLarens zu kämpfen."

Fernando Alonso möchte zuerst Jenson Button und dessen Teamkollegen Lewis Hamilton hinter sich lassen, Foto: Sutton
Fernando Alonso möchte zuerst Jenson Button und dessen Teamkollegen Lewis Hamilton hinter sich lassen, Foto: Sutton

Unmittelbar nach dem Rennen erklärte der Zweitplatzierte, Siege seien zur Zeit außer Reichweite, weshalb der Ferrari-Pilot auf die nahe Zukunft hofft. "Im Moment denke ich nicht, dass wir an die Meisterschaft denken können. Wir müssen einfach abwarten, was im letzten Teil der Saison passiert", schürte er doch wieder etwas Hoffnung. Letzten Endes wird ohnehin entscheidend, ob Ferrari weiterhin am aktuellen Auto entwickeln will, oder sich auf den Wagen für 2012 stürzt.