Paul di Resta hatte nach seiner zwölften Position in der Qualifikation gute Hoffnungen für das Rennen. Allerdings ging es für den Schotten nicht nach vorne, sondern sogar nach hinten, und er beendete den Großen Preis von Europa nur auf Rang 14. Dafür verantwortlich machte er eine schlecht ausgeführte Strategie. "Ich bin mir nicht sicher, ob wir die Strategie heute richtig getroffen haben", überlegte di Resta. "Es gab ein paar Runden im ersten Stint, wo meine Reifen sich verabschiedet hatten und wir nicht früh genug stoppten."
Zwar konnte er im Anschluss gegen Rubens Barrichello und Nick Heidfeld wieder Positionen gewinnen, allerdings waren diese nach dem dritten Stopp erneut verloren. "Es ist hart wenn deine Reifen hinüber sind, weil es dich ca. zweieinhalb Sekunden pro Runde kostet", zeigte der Force-India-Pilot auf, "was eine Menge ist, wenn der Kampf im Mittelfeld so eng ist."
Überholen schwerer als gedacht
Doch am Ende gestand der Rookie ein, dass es auch ohne diese Probleme schwierig gewesen wäre in die Punkte zu fahren. "Das Überholen war schwerer als ich dachte, sogar mit der DRS-Zone", zeigte di Resta auf, der nicht vom besten Wochenende sprach. "Aber ich werde das schnell vergessen und mich auf mein Heimrennen in Silverstone freuen."
Besser verlief das Rennen für seinen Teamkollegen Adrian Sutil, der, von Platz zehn gestartet, immerhin zwei Punkte mitnehmen konnte. "Neunter zu werden, fühlt sich großartig an und ich bin glücklich, dass wir es das ganze Wochenende hinbekommen haben, das Maximum aus dem Auto zu holen", freute sich Sutil. Auch Teamchef Vijay Mallya beglückte dieses Ergebnis. "Die zwei Punkte die Adrian geholt hat, waren eine willkommene Belohnung nach einem starken Wochenende von uns", erklärte er.
Teuer bezahlt
In Bezug auf die schlechtere Position von di Resta, sah er die Situation ähnlich wie sein Pilot. "Paul hat wieder eine kämpferische Fahrt geboten, hatte aber Pech damit, wie sich die Strategie entfaltete", lobte der Teamchef seinen Fahrer. "Es war eine Erinnerung daran, dass es einen, in Bezug auf die Position auf der Strecke, auch sehr teuer zu stehen kommen kann, nur eine Runde zu spät zu stoppen", mahnte Mallya.

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