Das hatte sich Renault anders vorgestellt: Beide Fahrer waren in Valencia nicht in der Lage, die erhofften vorderen Punkteplatzierungen einzufahren. Mehr als ein Punkt für Nick Heidfeld war für die Gold-Schwarzen nicht drin.

"Das war ein schwaches Rennen von beiden Autos", gestand Alan Permane offen. "Wir hatten nicht genügend Pace, um besser abzuschneiden." Das größte Problem waren die Reifen, die so stark abbauten, dass beide Fahrer drei Stopps einlegen mussten.

"Angesichts unserer Startplätze hatten wir uns viel mehr versprochen", bestätigte Teamchef Eric Boullier. Von den Plätzen neun und elf hätte es weiter nach vorne in die Punkte gehen sollen. Stattdessen legte Vitaly Petrov gleich am Start den Rückwärtsgang ein. "Er verlor vier Plätze, weil er zu früh hochschaltete und danach war sein Rennen gelaufen", verriet Permane.

Fehler von Schumacher

Entsprechend enttäuscht war Petrov nach dem Rennen. "Ich war sehr überrascht, dass die Reifen nicht so lange hielten, da einige unserer Gegner nur zwei Stopps benötigten", sagte er. "Wir wussten, dass die Pace unseres Autos hier nicht fantastisch war, das hat das Rennen eindeutig bestätigt." Jetzt müsse das Team hart arbeiten, um das Ziel zu erreichen, jedes Mal sicher in die Top-10 zu fahren.

Seine leichte Berührung mit Michael Schumacher sieht der Russe locker. "Ich hatte dadurch keinen Reifenschaden", bestätigte er. "Er scheint sehr schnell aus der Box gekommen zu sein und konnte dann in der ersten Kurve nicht bremsen. Ich sah ihn im Spiegel, aber es kam dennoch zur Berührung."

Schumacher sah das genauso: "Ich sah Petrov recht spät, wusste aber, dass er gleich kommen würde", verriet er. "Ich versuchte, so spät wie möglich zu bremsen und mit ihm durch die Kurve zu fahren, aber als ich zurückziehen wollte, blockierte mein Vorderrad und ich rutschte in ihn hinein - das war eindeutig mein Fehler."