Mit Platz sieben konnte Nico Rosberg am Ende des Zeittrainings zum Großen Preis Von Europa nicht wirklich zufrieden sein. Zwar startet der Wiesbadener am Sonntag einmal mehr vor seinem Teamkollegen Michael Schumacher, doch der Zeitabstand zur Spitze war ihm entschieden zu groß. "Das reicht noch nicht wirklich, denn wir sind 1,3 Sekunden von Red Bull weg - das ist mehr, wie in den letzten Rennen und nicht die richtige Richtung", so Rosberg.
Für ihn sei das Ergebnis aber zu erwarten gewesen. "Die Verbeserungen kommen erst für Silverstone und dort müssen wir einen Schritt nach vorne machen. Hier ist noch alles ungewiss, durch die neue Regeln für den Auspuff und das Einstellen der Motorengase", erklärte der Deutsche. Durch die Umstellungen sei nun auch der allgemeine Tagesablauf etwas anders. "Wir haben auch gestern schon einige Sachen für die neuen Regeln in Silverstone probiert", meinte der Mercedes-Pilot, der hinzufügte: "Das wird schon größere Änderungen geben."
Dank Reifen Hoffnung für das Rennen
"Gesterns war das schwierig, aber heute sind wir besser dagestanden - insgesamt ist es also in Ordnung", sagte Rosberg. Hoffnung macht ihm, dass er für das Rennen in puncto Reifentaktik gut gerüstet sei. "Ich bin mit einem gebrauchten Satz gefahren und habe so einen Satz Reifen gespart. Das ist wichtig für das Rennen", meinte der Wahl-Monegasse, der angab, über Nacht noch viel an seinem Mercedes geändert zu haben, um den Boliden zu optimieren.

"Es war noch nicht perfekt, aber ich habe mich viel wohler gefühlt", lautete daher nach dem Qualifying das erste Urteil. "Wir haben bei der Balance in Richtung rennen gearbeitet. Gearde bei der Hitze hier, ist der hintere Reifenabrieb höher und man gurkt mit Untersteuern herum, weil man nur auf das Rennen hinarbeitet", so der 25-Jährige, der jedoch auch anfügte: "Aber das ist sicher bei allen so. Für das Rennen denke ich deshalb, dass viele Punkte drin sind vielleicht hilft mir dabei ja der neue Satz weiche Reifen."
Schumacher: Sind im Niemandsland
Auch Teamkollege Schumacher forderte nach der Qualifikation, die er auf Rang acht abschloss: "Wir müssen uns weiterentwickeln und daran müssen wir arbeiten, denn das hat sich hier noch nicht ergeben." Für den Rekordchamp ruhte die Hoffnung dabei ebenso auf den Updates der nächsten Wochen. "Wir warten noch auf neue Teile, die kommen demnächst. Dann finden wir hoffentlich Anschluss, denn momentan stehen wir im Niemandsland", so Schumacher.
Im Rennen in Valencia würde es nun aber erst einmal stark auf die Reifen ankommen. "Der mittlere Reifen ist über eine Sekunde langsamer als der weiche Pirelli", bilanzierte der Deutsche, der die härtere Mischung daher so einsetzen wollten, dass sie seinem Rennen am wenigsten schaden würde. "Dafür ist der mittlere konstanter über Zeit. Wir werden unsere Strategie dementsprechend daran anpassen", so der Kerpener, der in Bezug auf die Konkurrenz nur erklärte: "Wir fahren unser eigenes Rennen."

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