Auch in Kanada war Sergio Perez im Training am Freitag noch angetreten. Lediglich zwei Wochen nach seinem schweren Monaco-Unfall kam der Einsatz aber zu früh und der Mexikaner musste den Sauber nach wenigen Runden wieder in der Box parken - in dem Wissen, dass es für einen Renneinsatz einfach noch zu früh war.
"Das Problem war, dass ich mich dort im Auto richtig unwohl gefühlt habe. Außerhalb des Cockpits war alles normal, aber im Auto ging es nicht - es war einfach unmöglich dort zu fahren", verriet der Sauber-Pilot nun am Rande des Valencia-Rennens. "Das hing mit allem zusammen: Dem starken Bremsen, dem Beschleunigen, den hohen G-Kräften und in den schnellen Kurven war es allgemein nicht einfach", so Perez.
Dass er deshalb nicht antreten konnte, sei für ihn frustrierend gewesen. "Ich war sehr enttäuscht - man erwartet zu fahren und plötzlich ging das nicht. Eigentlich fühlte ich mich gut, aber auf einmal ging es mir nicht mehr gut und das war wirklich keine positive Sache", erinnerte sich der Neuling. Nach dem Aus in Montreal ging es unverzüglich zurück nach Mexiko, um in aller Ruhe an seiner Fitness arbeiten zu können.
Gewohnte Umgebung war wichtig
"Es war wichtig in eine gewohnte Umgebung zu kommen, um weiterzumachen und so gut zu wie irgendwie möglich trainieren zu können", meinte der 22-Jährige. "Ich kriege in meiner Heimat immer viel Unterstützung und habe es dort sehr genossen. Aber nun freue ich mich auf ein gutes Wochenende", kündigte er an und gab an, sich auch ob der langen Renndistanz für Valencia keine Sorgen zu machen.
Bereits in den ersten beiden Trainingssitzungen sei es passabel gelaufen. "Es war nach so einer langen Zeit ohne Fahrpraxis natürlich schwierig zurückzukommen und wieder in einen Rhythmus zu kommen, aber ich denke ich habe heute einen guten Job gemacht und hoffentlich wird es morgen noch besser", meinte der Neuling, der hinzufügte: "Mein Ziel können nicht gleich wieder 100 Prozent sein, aber ich hoffe ich kann mental und physisch schnell wieder zurück auf mein gewohntes Niveau kommen und hier fühle ich mich schon besser."
"In der ersten Session war mir zwar noch ein bisschen schwindelig, aber das wurde schnell besser und ist normal - alles ist irgendwie wie neu, wenn man wieder anfängt zu fahren", so Perez, der sich in Bezug auf seine Leistungsfähigkeit am Wochenende aber keine Sorgen machte. "Bereits in Montreal dauerte es nicht so lange wieder Fahrt aufzunehmen und immerhin meine Rundenzeit war auch da schon sehr gut - obwohl ich nur zwei Runden drehte", erklärte der Sauber-Pilot.

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