Aufgeben ist keine der Tugenden von Fernando Alonso, deswegen hat der Spanier auch nicht vor, den WM-Titel in dieser Saison bereits jetzt abzuschreiben. Nach dem Kanada Grand Prix liegt er 92 Punkte hinter Sebastian Vettel. Der Ferrari-Pilot hatte in Montreal durchaus Chancen auf einen Spitzenplatz gehabt, doch schlechtes Timing bei den Stopps und der letztendliche Ausfall nach einer Kollision mit Jenson Button machten ein bis dahin gutes Wochenende zunichte.

Damit bräuchte Alonso vier Siege bei gleichzeitig vier punktelosen Ergebnissen für Vettel, um den Deutschen zu überholen, solange er aber mathematisch nicht aus dem Rennen ist, will er auch nicht aufstecken. "Nein, der Titel ist nicht weg, denn mathematisch ist er noch erreichbar. Wir haben in den vergangenen Jahren einige Ausfälle gesehen, etwa Hamilton in Monza und Singapur voriges Jahr. Wenn man Rennen gewinnt und Vettel ausfällt, kann sich die Lücke stark verkleinern. Es stimmt aber, es liegt nicht in unseren Händen, also müssen wir Rennen für Rennen schauen, jedes Rennen unser Bestes geben, auf dem Podest stehen und einige Siege zu holen versuchen."

Nun liege es daran, dass Red Bull Fehler mache, würden sie das nicht tun, dann sei ihre Position in der Weltmeisterschaft sehr gut, meinte Alonso weiter. Der Spanier baute gleichzeitig aber darauf, dass sein Auto in Montreal nach seiner Meinung siegfähig war. "Im Trockenen war es das sehr wohl, während man im Nassen Glück mit den Positionen haben muss. An dem Punkt, als wir früh die Intermediates aufgezogen haben, hätten wir das Rennen gewinnen können, aber das Glück gleicht sich über das Jahr aus, also haben wir vielleicht in Valencia viel Glück und gewinnen. Wir hoffen es."