Über vier Stunden dauerte der Große Preis von Kanada an. Nach 25 Runden wurde das Rennen aufgrund der Regenfälle unterbrochen und erst wieder nach zwei Stunde aufgenommen. "Es war ein ungewöhnliches und schwieriges Rennen. Zumindest war es sicher eines der längsten Rennen in meiner Karriere", verriet Timo Glock. Insgesamt gab es sieben Safetycar-Phasen, doch beide Virgin-Piloten konnten ihre Boliden heil ins Ziel bringen.

Jerome d'Ambrosio beendete das Rennen auf Rang 14, einen Platz dahinter landete sein Teamkollege. "So ein Rennen wie dieses habe ich noch nie erlebt. Es gab zahlreiche Ups and Downs. Bevor die rote Flagge rauskam, bin ich schon zwei Mal an der Box gewesen und nach dem Re-Start fand ich mich hinter Timo wieder", erzählte d'Ambrosio. Nach dem letzten Re-Start verlor der Virgin-Pilot viel Zeit durch blaue Flaggen. "Ich musste immer wieder von der Ideallinie herunter, aber generell hatten wir mit unserem Regen-Setup nicht den gleichen Top-Speed wie sonst", sagte d'Ambrosio.

Glock war hingegen mit seiner Pace zufrieden, speziell im letzten Drittel des Rennens. "Ich konnte an Trulli vorbeigehen, aber dann waren meine Vorderreifen abgebaut und ich verlor massiv an Zeit. Ich hatte auf den Geraden sehr viel Vibrationen und als Karthikeyan kam, versuchte ich auf der Strecke zu bleiben, aber er drang mich ab. Er kürzte die Schikane ab. In der letzten Runde waren die Reifen am Ende, ich konnte nichts mehr tun", so der Deutsche.