Bis zu Deinem Unfall bist Du ein gutes Rennen in Monaco gefahren.
Vitaly Petrov: Auf jeden Fall, ja. Bis zu dem Zwischenfall lief es richtig gut, ja sogar fantastisch, wenn man bedenkt, wie unsere Qualifyingposition ausgesehen hat. Wir hätten Dritter oder Vierter werden können. Platz drei wäre echt hart geworden, aber Platz vier lag im Bereich des Möglichen, denn meine Pace war nicht schlecht und ich konnte meine Reifen schonen. Ich hatte etwas Pech und viel Verkehr vor mir. Pastor (Maldonado) und Adrian (Sutil) waren beide langsam und es war sehr schwierig, sie zu überholen. Alles andere lief nach Plan, also ist es schade, dass wir kein besseres Ergebnis geholt haben.
Mit welchen Gefühlen blickst Du auf Kanada?
Vitaly Petrov: Physisch habe ich keine Probleme. Es geht mir besser als nach dem Rennen in Monaco. Mein Knöchel ist okay und ich erwarte keine Probleme für das Rennen in Kanada.
Kanada ist ein sehr beliebter Grand Prix. Gefällt Dir die Strecke?
Vitaly Petrov: Ich bin letztes Jahr zum ersten Mal hier gewesen und ich kenne die Strecke nicht sehr gut. Es ist kein einfaches Rennen, weil der Asphalt ziemlich ungewöhnlich ist und wir hatten mit Bridgestone einen starken Reifenabbau. Hoffentlich wird das mit Pirelli anders, aber das müssen wir abwarten, denn bislang waren die Reifen in diesem Jahr ein heißes Thema bei jedem Rennen. Die Strecke weist lange Geraden auf, auf denen wir unsere Höchstgeschwindigkeit ausspielen können, aber es gibt auch langsame Kurven. Es ist wichtig, zu bremsen, um die Reifen zu schonen – Montreal ist ein echter Balanceakt.
Wie sieht Dein Ziel für das Rennen aus?
Vitaly Petrov: Das Wichtigste ist, ins Ziel zu kommen und viele Punkte mitzunehmen. Das sollte möglich sein. Wir wissen, dass unser Auto sehr schnell ist, nur müssen wir die Fehler minimieren – dann werden die Ergebnisse kommen.
Werden die Pirelli-Reifen eine wichtige Rolle spielen?
Vitaly Petrov: Das lässt sich wer sagen, denn in Monaco dachten wir nicht, dass wir nur mit einem Boxenstopp würden fahren können, aber am Ende schafften wir es. Die Reifen sind sicherlich das Thema der Saison und wir haben auf verschiedenen Strecken schon hohen Reifenabbau gesehen, aber man kann nicht abstreiten, dass der Sport dadurch für die Zuschauer spannender geworden ist.

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