Aus der ersten Reihe ins Rennen gestartet, hatte Jenson Button große Hoffnungen auf einen Sieg im Fürstentum. Nachdem er nach den ersten Boxenstopps sogar die Führung von Sebastian Vettel übernommen hatte, setzte sich der Brite vom Red-Bull-Piloten ab und lag zwischenzeitlich schon 14 Sekunden vor dem WM-Leader. Dann wechselte Button gemäß den Regeln relativ früh auf die weichen Reifen. In der Folge holte er stark auf Vettel auf, der nicht an die Box kam und die Führung übernommen hatte.

Der Vorsprung des Deutschen begann zu schmelzen und Red Bull entschied sich, nicht mehr zu stoppen. Am Ende war das die glücklichere Entscheidung, denn Button holte zwar kräftig auf und war bei freier Fahrt bis zu zwei Sekunden schneller als Vettel, der auf alten Reifen unterwegs war, jedoch hatte sich auch Fernando Alonso zwischen die beiden geschoben, da auch er einen Stopp weniger absolvierte. Button hing dann hinter dem Führungsduo fest, kam auf der engen Strecke aber nicht vorbei. Als dann nach dem zwischenzeitlichen Abbruch alle wieder auf frische Reifen wechselten war auch Buttons letzter Vorteil weg. Nach dem Re-Start konnte er nur noch das Podium nach Hause fahren.

Etwas verschätzt

Nach dem Rennen gab er trotz des unglücklichen Ausgangs an, viel Freude auf der Strecke gehabt zu haben. "Bis zum ersten Safety Car hat es wirklich Spaß gemacht - da sah es gut aus", so der McLaren-Pilot. "Wir entschieden uns für Drei-Stopp, weil wir im ersten Stint Probleme mit den Hinterreifen hatten", erklärte der Brite. "Wir dachten, dass wir schon beim ersten Stopp an Sebastian vorbei kommen können - das klappte und wir waren schnell", sagte der Weltmeister von 2009. Die Chance auf den Sieg raubten ihm am Ende dann die Safety-Car-Phasen, die nach dem Massa-Crash und Petrov-Unfall, der in dem zwischenzeitlichen Abbruch endete, zustande kamen.

"Als dann das Safety Car kam, schadete uns das, weil Sebastian draußen blieb und es hier sehr schwer ist zu überholen. Aber ich nehme an in Monaco muss man immer mit dem Safety Car rechnen - nur mit der Drei-Stopp-Strategie willst du das natürlich nicht. Schade, da haben wir uns wohl etwas verschätzt, aber immerhin war es mit den Jungs hier eine gute Show", so Button. Froh war der Brite auch, dass Lotus-Renault-Pilot Vitaly Petrov nichts schlimmeres passierte war. Gut zu hören, dass Petrov ok ist", ließ der McLaren-Pilot ausrichten.