Eine Sekunde Rückstand. Das nagt am Selbstbewusstsein von McLaren. Obwohl Lewis Hamilton im Rennen viel näher an der Pace von Sebastian Vettel dran war, weiß sein Team, dass Red Bull im Qualifying nahezu unschlagbar ist. "Ich glaube nicht, dass wir sie in naher Zukunft unter normalen Umständen im Qualifying schlagen werden", sagt Hamilton Teamkollege Jenson Button."
Einen Rückstand von einer Sekunde hole man in der Formel 1 nicht in wenigen Rennen auf. "Eine Sekunde ist verdammt viel", wiederholt Button. "Es könnte fünf Rennen dauern, bis wir uns vor ihnen qualifizieren können." Als Schlüssel zu einer besseren Qualifyingplatzierung sieht Button mehr Downforce an. "Wir glauben, dass sie viel mehr Downforce haben als wir, wenn ich mir den Pace-Unterschied ansehe, sind es fast 30 Punkte Abtrieb."
Pokerspiel im Qualifying
Im Rennen sehe die Welt anders aus. "Lewis konnte Sebastian in Barcelona unter Druck setzen, das wollen wir auch hier schaffen", kündigt Button an. Vor allem der mechanische Grip des MP4-26 sei sehr gut, bei der Aerodynamik sieht Button noch Nachholbedarf im Vergleich zum Konkurrenten aus Milton Keynes.
In Monaco spielt Abtrieb eine Rolle, aber mangels schneller Kurven nicht so enorm wie etwa in Barcelona. "Wir haben hier die beste Siegchance", glaubt Button. "Die Strecke ist einzigartig und die Schnellen werden wieder vorne sein, aber ein kleiner Fehler und schon bist du weg."
Besondere Bedeutung kommt abermals den Reifen zu. Button erwartet im Qualifying erneut einen Reifenpoker - allerdings nicht unbedingt, weil selbige für das Rennen gespart werden müssen. "Hier könnte es sein, dass man zwei bis drei Runden auf einem Reifen fahren kann, denn es gibt keine High-Speed-Kurven", betont Button. Dann stellt sich allerdings die Frage: Soll man es riskieren, mit Sprit für zwei bis drei Extrarunden rauszugehen? "Oder geht man das Risiko ein, fährt nur eine Runde und hat dann vielleicht Verkehr?"



diese Formel 1 Nachricht