Lewis Hamilton jagte Sebastian Vettel rund ein Drittel des Rennens über den Circuit de Catalunya. Lange Zeit machte es den Anschein, als ob der McLaren-Pilot den Weltmeister überholen und seinen zweiten Saisonsieg einfahren könnte. Doch Vettel verteidigte sich, bis die Zielflagge geschwenkt wurde. Viele rätselten nach dem Spanien GP, warum Hamilton trotz DRS-Einsatz und etwas frischerer Reifen nicht in der Lage war, den RB7 zu passieren.
David Coulthard hatte dazu eine mögliche Erklärung. "McLaren könnte sich selbst in den Hintern treten, dass sie Lewis' Auto nicht mit einem längeren siebten Gang ausgestattet haben", schrieb der ehemalige F1-Pilot in seiner Telegraph-Kolumne. Laut dem Briten habe Hamilton auf der Start-Ziel-Geraden häufig den Drehzahlbegrenzer erreicht. "Er hätte Sebastian überholen können, wenn er den siebten Gang voll hätte ausfahren können", erklärte "DC" weiter.
Perfektes Szenario gibt es nicht
Doch Coulthard wollte den Fehler nicht unbedingt in der Setup-Entscheidung von McLaren suchen. Schließlich müsse jedes Team immer einen Kompromiss bei der Übersetzung eingehen. "Wenn man das Qualifying mit einem Auto fährt, dass zehn Kilo Benzin getankt und auf weichen Reifen unterwegs ist, startet man das Rennen mit 160 Kilo und teilweise gebrauchten Reifen", so der DTM-Pilot. Deshalb sei es schlichtweg nicht möglich, ein perfektes Szenario für das gesamte Wochenende zu kreieren.
Damit sprach Coulthard etwas an, was in dieser Saison häufig auffällt: Einige Teams variieren stark in den Qualifying- und Renn-Performances. Ein Großteil davon ist den Pirelli-Reifen geschuldet, die aufgrund des hohen Verschleißes eine immense Rolle in der Strategie-Planung spielen. In Barcelona kamen noch die traditionell starken Windwechsel hinzu, die auf die Pace der Autos einwirken.



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